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Rutschenbau in Heidenau verschoben

Egal, wann das Freibad dieses Jahr eröffnet, die Überraschung kommt erst im nächsten. Dann wird sie sogar zum Geburtstagsgeschenk.

Muss auf Gäste und Rutsche noch etwas warten: Heidenaus Badleiter Marko Paeslack.
Muss auf Gäste und Rutsche noch etwas warten: Heidenaus Badleiter Marko Paeslack. © loesel-photographie.de

Drei Bahnen, 70 Meter lang: Das sollte die neue Attraktion im Heidenauer Bad in dieser Saison werden. Eine Schweizer Firma sollte Heidenau die neue Rutsche bauen. Doch daraus wird erst mal nichts. Die Entscheidung, den Bau und die Einweihung auf nächstes Jahr zu schieben, hat aber nichts mit Corona zu tun. Sie ist schon im Januar gefallen, sagt Uwe Bartsch, Geschäftsführer der Technische Dienste Heidenau GmbH, die das Bad betreibt. 

Nachdem der Stadtrat den Auftrag für den Bau der Rutsche vergeben hatte, verhandelte Bartsch mit der Schweizer Firma. Der Heidenauer Wunschtermin war die Einweihung zur jährlichen Saisoneröffnung am 1. Mai. Doch schon im Januar wurde signalisiert, dass die Rutsche nicht vor Ende Juni in der Schweiz fertig ist, sagt Bartsch. Dann hätte sie noch transportiert und eingebaut werden müssen. 

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Das hätte entweder baden auf der Baustelle oder eine spätere Saisoneröffnung bedeutet. Beides war für Heidenau keine Option. So einigten sich Stadt und TDH schließlich, den Rutschenbau zu verschieben.  Er soll nun zwischen September und November dieses Jahres, also nach der Badesaison und vor der Winterpause, erfolgen. Die aktuelle Situation gefährde den Bau weder durch fehlende Gelder der Stadt Heidenau noch ausbleibende Fördermittel, sagt Bartsch. 

Es kann ein super Sommer werden

Damit findet die diesjährige Saison, egal wann sie nun aufgrund der Corona-Krise beginnt,  zumindest ohne Baustelle statt. Derzeit bereiten die Bad-Mitarbeiter alles vor, um sobald möglich, das Bad eröffnen zu können. Bisher war das immer, egal bei welchem Wetter, der 1. Mai. Da es höchstwahrscheinlich auch im Sommer Reisebeschränkungen geben wird, rechnet das Bad bei entsprechendem Wetter mit mehr Besuchern. "Wir hoffen auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität und behalten unseren Optimismus. Für uns kann es ein super Sommer werden, wenn die Leute die nicht in den Urlaub fahren, sich lieber im Freibad abkühlen", sagt Badleiter Marko Paeslack. 

Für Bartsch ist die Entscheidung vom Januar absolut richtig. "Wir hätten sicher auch jetzt mit großer Wahrscheinlichkeit Probleme mit dem Bauablauf bekommen hätten." Nun aber könne man sich mit dem Hersteller und Planer noch intensiver absprechen. 

Die Verschiebung der Rutschen-Einweihung hat sogar noch einen Vorteil. Das Heidenauer Albert-Schwarz-Bad feiert nämlich 2021 seinen 100. Geburtstag. Ein besseres Geschenk kann das Bad sich und seinen Besuchern nicht machen. 

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