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Freiberger Platz wird später fertig

Der Termin am 13. Dezember kann nicht gehalten werden. Vor Weihnachten soll der Verkehr aber wieder rollen.

Von Linda Barthel

Die Arbeiter am Freiberger Platz in Dresden kämpfen derzeit mit Regen und Kälte. Die Bedingungen könnten besser sein. Vor allem in dieser Woche hoffen die Bauleute auf Plusgrade. Denn sonst kann nicht asphaltiert werden. „Dafür brauchen wir mindestens null Grad“, sagt Bauleiterin Claudia Kunz. Seit Juli wird der Freiberger Platz neu gestaltet. Eigentlich sollten alle Arbeiten am 13. Dezember abgeschlossen sein. Einige Überraschungen durchkreuzten jedoch den straffen Zeitplan. Vor Weihnachten kann der Verkehr aber wahrscheinlich wieder rollen. Die geplanten Pflanzungen werden auf das Frühjahr 2014 verschoben.

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Um den 20. Dezember soll der Platz wieder für Autofahrer freigegeben werden. Verspätete Materiallieferungen hatten die Bauleute Zeit gekostet. „Ein Grund dafür war das Hochwasser“, sagt Kunz. Denn es mussten zunächst die Flutschäden innerhalb der Stadt repariert werden. Deshalb kam es bei Material zu Engpässen. Das Gleiche galt für die Arbeitskräfte. „Es gab in diesem Jahr zahlreiche Baustellen in Dresden, und deshalb standen nicht so viele zur Verfügung“, sagt die 47-Jährige.

Parkplätze werden später ersetzt

Täglich arbeiten derzeit rund zehn Bauarbeiter und vier bis fünf Pflasterer daran, den Freiberger Platz zum Park umzugestalten. Neben der 230 Meter langen Straße soll eine Grünfläche mit Bänken zum Verweilen entstehen. „Wir wollen damit die Aufenthaltsqualität verbessern“, sagt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). Es gebe später eine grüne Vernetzung der Stadtteile. So wurden in den vergangenen Jahren bereits der Wettiner Platz, der Schützenplatz und die Freifläche vor der Annenkirche umgestaltet. An diese soll die neue Grünzone anschließen.

Durch die Anlage mit Bäumen, Sträuchern und Stauden führt dann ein befestigter Weg mit mehren Bänken. Auch die Dresdner Skater dürfen sich freuen. Die Fahrer können bald die neue Rollerbahn nutzen. Damit Platz für den Park ist, fallen 67 Autostellplätze auf dem Freiberger Platz weg. Künftig können noch 112 Fahrzeuge geparkt werden. Raum dafür entsteht auf beiden Seiten der asphaltierten Fahrbahn: Die großen Pflastersteine des Freiberger Platzes werden wiederverwendet, um die Buchten zum Querparken zu markieren.

Dass eine Vielzahl an Stellflächen wegfällt, hält der Baubürgermeister für notwendig. Die dadurch erreichte höhere Aufenthaltsqualität habe größere Priorität, so Marx. „Das ist zwar sicherlich ein Problem für die Innenstadt, aber dann werden vielleicht die Parkhäuser mehr genutzt. Dafür sind sie ja auch da“, sagt er.

Später wird es allerdings auch einen Ersatz für die wegfallenden Autostellflächen geben. Im Zuge der Sanierung und Erweiterung des benachbarten Schwimmsportkomplexes kommen auf dessen Areal rund 60 neue Parkplätze hinzu.

Auch der Eingang zur Schwimmhalle wird neu gestaltet. Hier kommt farbiges Betonpflaster zum Einsatz. Dort entstehen auch eine neue Haltestelle für Schulbusse, drei Parkplätze für Behinderte und Fahrradbügel. Auf der Seite der Wohnhäuser sollen LED-Lampen den Freiberger Platz in der Nacht beleuchten. Die Arbeiten kosten laut Marx insgesamt 1,2 Millionen Euro. Die Stadt muss davon 850 000 Euro zahlen. Die Restsumme teilen sich Drewag, Telekom und Vodafone, die ihre Leitungen erneuert haben. Die alten wurden dabei vollständig aus dem Boden entfernt.