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Freie Fahrt für Linie 400

In Kötitz fahren die Busse wieder auf der alten Route. Nun soll die Moritzburger Straße für den Verkehrsbetrieb aus Meißen freigegeben werden.

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Von Philipp Siebert

Die Busfahrer der Verkehrsbetriebsgesellschaft Meißen (VGM) haben es seit Monaten in Coswig nicht leicht. Seit Jahresbeginn reiht sich Umleitung an Umleitung. Erst in Kötitz. Seit Juni mussten sie auch um die Moritzburger Straße einen Bogen machen. Die Folge waren regelmäßige Verspätungen der Linie 400, die zwischen Meißen, Coswig und Radebeul-Lindenau pendelt.

Das soll sich jetzt ändern. „Durch Kötitz fährt der Bus der Linie 400 schon wieder auf der alten Route“, sagt Rolf Baum, Geschäftsführer der VGM. Neu sei dort lediglich die Haltestelle gegenüber den Turbowerken. Die Baustelle an der Naundorfer Straße, die wegen des Baus der Elbtalstraße noch bis Mitte 2014 gesperrt sein wird, umfahren die Busse über die neue Gewerbegebietsstraße durchs ehemalige Zellstoffwerk. Von dort aus ist der Weg in Richtung Radebeul frei.

Ähnlich soll es nun auch im Spitzgrund laufen. Seit Juni ist dort die Moritzburger Straße zwischen Salzstraße und Ahornstraße gesperrt. Der Abschnitt wird grundlegend saniert. Da den Arbeitern aufgrund der Witterung nun jedoch die Zwangspause droht, soll auch diese Baustelle für den Linienverkehr freigegeben werden. Die endgültige Entscheidung wollen VGM, das Coswiger Ordnungsamt sowie das Kreisstraßenbauamt am Montag fällen. Die Umleitung über die Hohensteinstraße und Friedewaldstraße, auf der es schon bei gutem Wetter für die Busfahrer schnell eng werden kann, würde damit entfallen. Die alten Haltestellen könnten so bis zum Frühjahr wieder genutzt werden.

Die Chancen dafür stehen gut. Fahrbahn und Gehwege seien zwischen Salzstraße und Anne-Frank-Weg bereits fertig saniert, heißt es aus dem Coswiger Tiefbauamt. An der Eisenbahnunterführung seien die Arbeiter vor dem Wintereinbruch ebenfalls gut vorangekommen. „An der Stützwand wird noch die Sichtverschalung gemacht“, sagt Tiefbauamtsleiter Andreas Palusczyk. Einspurig sei die Fahrbahn daher befahrbar.

Für VGM-Chef Baum käme die Öffnung der Baustelle zur rechten Zeit. Drei bis fünf Minuten würden sich seine Fahrer wegen der Umleitungen im Schnitt verspäten. Kein Wunder, dass der Unmut bei einigen Fahrgästen in letzter Zeit gestiegen ist. Außerdem: „Im Winter lassen viele das Auto stehen, um auf Arbeit zu kommen“, sagt Baum. Gerade die verließen sich darauf, pünktlich am Coswiger Bahnhof anzukommen, um mit der S-Bahn weiter nach Meißen oder Dresden zu fahren.