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Freie Fahrt in Arnsdorf

Seit Freitag rollt auf der Kleinwolmsdorfer Straße wieder der Verkehr. Abgeschlossen sind die Arbeiten aber noch nicht.

Nachdem die Bauarbeiter am Freitagnachmittag letzte Hand an die Kleinwolmsdorfer Straße in Arnsdorf gelegt hatten, konnte diese für den Verkehr freigegeben werden.
Nachdem die Bauarbeiter am Freitagnachmittag letzte Hand an die Kleinwolmsdorfer Straße in Arnsdorf gelegt hatten, konnte diese für den Verkehr freigegeben werden. © Matthias Schumann

Arnsdorf. Nach fast zwei Jahren Bauzeit waren viele Autofahrer mit ihrer Geduld am Ende. Obwohl die Kleinwolmsdorfer Straße in Arnsdorf noch nicht für den Verkehr freigegeben war, herrschte dort mitunter reger Verkehr. Seit Freitagabend darf die Straße nun auch wieder offiziell befahren werden. Die Bauarbeiten gehen in der nächsten Woche jedoch weiter.

Wie Landkreissprecherin Sarah Günther mitteilt, kommt es noch bis zum 13. September zu halbseitigen Sperrungen der Straße. Der Grund seien Restarbeiten im Straßenrandbereich. Dazu zählen unter anderem die Fußwege und Buswartehäuschen, die noch nicht ganz fertig sind. Deshalb gab es auch noch keine Bauabnahme. Bei der Begehung am Donnerstag, an der unter anderem die Polizei teilgenommen hat, wurde nur die Freigabe besprochen.

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Dass der Verkehr nun wieder rollt, ist aber nicht nur für die Autofahrer in Arnsdorf eine gute Nachricht, sondern auch für all jene, die mit dem Bus der Linie 310 unterwegs sind. Diese werde mit Beginn des neuen Schuljahres ab Montag, dem 19. August, wieder auf ihrem ursprünglichen Weg verkehren, teilt Günther mit. Dazu sei eine Fahrplananpassung durch die Regionalbus Oberlausitz GmbH erfolgt. Demnach werden die Haltestellen „Arnsdorf Kleinwolmsdorfer Straße“, „Arnsdorf Siedlung“ und „Kleinwolmsdorf Hofehäuser“ ab Montag wieder bedient. Die Haltestelle „Kleinwolmsdorf Gaststätte“ werde dagegen – anders als während der Bauarbeiten – nicht mehr auf allen Fahrten bedient. Der geänderte Fahrplan hängt auch bereits an den Haltestellen aus.

Bei diesem handle es sich aber immer noch um einen Umleitungsfahrplan, heißt es aus dem Landratsamt. Das liegt an den Baumaßnahmen in Seeligstadt. Dort beginnt am Montag der dritte Bauabschnitt des Ausbaus der Kreisstraße K 7264/K 9204 in der Ortsdurchfahrt Seeligstadt. Die Straße wird dafür bis voraussichtlich Ende Oktober nächsten Jahres voll gesperrt. Der Verkehr wird über die B 6, den Kreisverkehr Fischbach, die S 159 und die K 9204 (Fischbacher Straße) umgeleitet. Letztere war seit 22. Juli voll gesperrt, ist seit Freitag aber ebenfalls wieder befahrbar.

In Arnsdorf können die Anwohner nach der Verkehrsfreigabe nun aufatmen, wo ein Ende der Bauarbeiten vor ihrer Haustür absehbar ist. Diese sollten eigentlich bereits Mitte Dezember vorigen Jahres abgeschlossen und die Straße für den Verkehr freigegeben sein. Doch der Untergrund machte den Bauleuten immer wieder einen Strich durch die Rechnung und sorgte für Verzögerungen. Hatten diese am Anfang mit dem Grundwasser zu kämpfen, stellte sich später auch der Bau der Abwasserleitung als sehr aufwendig heraus. Mehrfach machten aber auch die im Boden verlaufenden Leitungen Probleme, weil sie im Weg waren und umverlegt werden mussten.

Ob sich die Kosten für die Gemeinde durch die Probleme und Verzögerungen erhöhen werden, ist derzeit noch offen. Als Gesamtkosten für das Projekt waren 1,8 Millionen Euro vorgesehen, von denen Arnsdorf 675 000 Euro aus dem Gemeindehaushalt finanziert. In der Gemeindeverwaltung rechnet man aber nicht damit, dass sich der Eigenanteil stark erhöhen wird. „Es gibt sicherlich Nachträge, aber nicht jede Bauzeitverlängerung bedeutet Mehrkosten“, sagt Arnsdorfs Bauamtsleiterin Margit Porst. Eine Übersicht über die angefallenen Kosten gebe es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht. Bis zur Schlussrechnung wird es ebenfalls noch dauern.

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