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Freie Gärten bleiben leer

Vor allem mit Bürokratie hat der Vorstand vom Gartenverein Neue Hufezu kämpfen.

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Von Claudia Erbert

Vorsitzender Werner Goetz und Kassenwart Reiner Ludewig vom Kleingartenverein „Neue Hufe“ freuen sich, zur Vereinssitzung auch Christian Werner vom Kreisverband der Kleingärtner begrüßen zu können. Er gibt ihnen viele Tipps für die Vereinsarbeit.

„Im letzten Jahr haben wir zwei Lauben teilweise abgerissen, um die Gärten an die Stadt zurückgeben zu können. Die Arbeit sollte als geringfügige Beschäftigung gefördert werden“, erklärt Reiner Ludewig. „Dann hatten wir aber viel Stress mit den Ämtern. Es wäre manchmal schöner, wenn es uns Ehrenamtlichen nicht so schwer gemacht würde.“ Mehr als 500 Stunden bringt er im Jahr für den Verein auf, einen Großteil zum Überwinden bürokratischer Hürden. Einen Teil der Zeit würde er lieber in seinem Garten verbringen, sagte er.

Seit 1972 bewirtschaftet er eine Parzelle zusammen mit seiner Frau und hofft, dass auch andere junge Menschen wie er damals Freude am Kleingärtnern finden. „Wir haben im Moment acht freie Gärten und wünschen uns vor allem junge Menschen für den Verein und für die Anlage“, hofft er. Die ruhige, idyllische Lage sei für Kinder perfekt.

Auch die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen soll in diesem Jahr ausgebaut werden und könnte sich beim Gartenfest im Juli erstmals zeigen.

Vielleicht ist bis dahin auch das Projekt Tafelgärten vorangeschritten. „In den nächsten Wochen fällt die Entscheidung, welche Anlage gefördert wird und wie die Organisation gestaltet wird“, sagt Goetz.