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Freie Schulen gehören einfach dazu

über mehr Geld für die freien Schulen

Madeleine Siegl-Mickisch

Das Urteil war überfällig. Weil nichts die bisherige Ungleichbehandlung der freien Schulen durch den Freistaat rechtfertigt. Denn diese Schulen sind – obwohl sie zuweilen Privatschulen genannt werden – eben nicht private Spielwiesen von irgendjemand. Staatlich anerkannte freie Schulen sind vielmehr Regeln unterworfen, die sie ebenso einhalten müssen, wie die von der öffentlichen Hand getragenen Schulen. Sie haben genauso Lehrpläne zu erfüllen, und ihre Schüler müssen sich ebensolchen Abschlussprüfungen unterziehen.

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Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wieso es überhaupt Unterschiede in der Finanzierung gibt, warum für den Besuch einer Schule in freier Trägerschaft Schulgeld fällig wird, an den anderen Schulen aber nicht. Zumal allgemeinbildende freie Schulen längst eine ernst zu nehmende Größe sind. Über 500 Schüler in der Region sind schließlich nicht nur eine kleine Randgruppe.

Damit haben sich freie Schulen auch hierzulande etabliert, sind sie aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken. In mancher Gemeinde, aus der sich der Staat wegen rückläufiger Schülerzahlen bereits vor Jahren zurückzog, machen sie Schulbildung überhaupt erst möglich. Und insgesamt machen sie die Schullandkarte bunt. Das soll auch so bleiben.