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Freie Wähler verzichten zugunsten Meyers

Die Wählervereinigung hat keinen Direktkandidaten zur Landtagswahl im Zittauer Wahlkreis aufgestellt - obwohl es Bewerber gab.

Stephan Meyer.
Stephan Meyer. © Matthias Weber

Die Freien Wähler haben sachsenweit nur in vier der 60 Wahlkreise keinen eigenen Direktkandidaten für die Landtagswahl am 1. September aufgestellt. Im Zittauer verzichteten sie zugunsten von Stephan Meyer: "Die örtlichen Freien Wähler wollten die Chancen für den CDU-Kandidaten nicht mindern", teilte Steffen Große, Landesvorsitzender der Wählervereinigung, auf SZ-Anfrage mit. Obwohl es mindestens zwei eigene Bewerber gegeben habe.

Die Landesvereinigung macht kein Hehl daraus, dass sie diese Entscheidung für die CDU und gegen die AfD für falsch hält. "Die überwältigende Mehrheit findet die Rücksichtnahme auf andere Parteien daneben", so Große. "Wir mussten aber die Vor-Ort-Entscheidung akzeptieren." 

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Große selber ist der Auffassung: "Wer Fan der CDU ist, wählt sie auch. Wer von der CDU enttäuscht ist, wählt überwiegend eine bürgerliche Alternative: AfD oder Freie Wähler." Vor diesem Hintergrund könnte seiner Meinung nach die vermeintliche Rücksichtnahme nach hinten losgehen.

In zwei weiteren Wahlkreisen im Zwickauer Raum wurden trotz Bewerbern aus dem gleichen Grund keine Direktkandidaten der Freien Wähler nominiert. In einem Vogtländer haben die Freien Wähler keinen Bewerber gefunden.

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