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Freihandelsabkommen soll auch Sachsens Wirtschaft helfen

Dresden. Auffällig viele Vertreter aus den sächsischen Ministerien besuchten am Freitag den diesjährigen Neujahrsempfang der American Chamber of Commerce (Amcham), um in diesen Tagen das weltoffene internationale Dresden zu zeigen.

Dresden. Auffällig viele Vertreter aus den sächsischen Ministerien besuchten am Freitag den diesjährigen Neujahrsempfang der American Chamber of Commerce (Amcham), um in diesen Tagen das weltoffene internationale Dresden zu zeigen. Denn durch die asylkritische Pegidabewegung ist Dresden weltweit in die Schlagzeilen geraten, „und leider nicht in dem Sinne, wie wir es uns gewünscht haben“, betonte Heribert Heckschen, Chef der sächsischen Sektion der deutsch-amerikanischen Handelskammer. Pegida bedeute einen „erheblichen Rückschlag“, so Heckschen, für alle, die sich in der Landeshauptstadt seit Jahren um mehr Internationalität bemühen. Andererseits sei durch die mediale Aufmerksamkeit eine Sensibilität bei den Unternehmern entstanden, zu überlegen, was sie selbst tun können, um ausländische Fachkräfte und Asylbewerber besser zu integrieren.

Pegida ist nicht das einzige Thema, das die AmCham-Mitglieder derzeit umtreibt. Die große Herausforderung 2015 ist das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA (TTIP). Auf beiden Seiten des Atlantiks müsse noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden im Verständnis dafür, dass TTIP nicht nur Vorteile für die großen Konzerne bringe, sondern vor allem für die kleinen und mittelständischen Unternehmen. Das war der Tenor auf dem Neujahrsempfang. „TTIP basiert auch auf der jahrhundertelangen Wirtschaftsbeziehung zwischen den USA und Sachsen, die wir versuchen, besser und einfacher zu machen“, betonte Scott Riedmann, US-Generalkonsul für Mitteldeutschland in Leipzig. Die Debatte sei durch Unwissen und viele Missverständnisse geprägt. Als Beispiel nannte Riedmann den Investorenschutz. „Es ist ein Missverständnis zu glauben, dass immer die Unternehmen vor den Schiedsgerichten gewinnen“, so der Generalkonsul. Und nicht die Amerikaner, sondern die Deutschen seien die Erfinder dieser umstrittenen Klauseln.

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Mit über 100 US-Investoren, die sich in Sachsen angesiedelt haben und hier 15 000 Arbeitsplätze geschaffen haben, sind die USA der wichtigste ausländische Wirtschaftspartner des Freistaats. (SZ/nm)

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