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Freiheitsstrafe für Olbersdorfer Brandstifter verkürzt

Nach einem Urteil des Landgerichts Görlitz muss der Angeklagte zehn Monate weniger hinter Gitter - wenn überhaupt.

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Der Olbersdorfer Brandstifter, der im Sommer 2016 in der Wohnung seiner damaligen Freundin einen Schwelbrand verursacht hatte, hat mit seiner Berufung vor dem Landgericht Görlitz zumindest teilweise Erfolg gehabt. Das Gericht verurteilte ihn zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und sechs Monaten. Das Ersturteil belief sich auf drei Jahre und vier Monate. 

Die Taten hatte der Angeklagte bereits im erstinstanzlichen Verfahren voll umfänglich gestanden. Er hatte, nachdem ihm seine Freundin unmittelbar nach einem gemeinsamen Urlaub mitgeteilt hatte, sich jetzt von ihm zu trennen, eine Kaffeemaschine in der Wohnung seiner damaligen Freundin in der Olbersdorfer Ernst-May-Straße so manipuliert, dass ein Schwelbrand entstand, der Stunden später von der Feuerwehr gelöscht wurde und die Unbrauchbarkeit fast der kompletten Wohnungseinrichtung zur Folge hatte. Er hatte am Gartenhaus seiner Freundin einmal einen Holzhaufen und einmal einen Schuppen angezündet, einmal Farbe über das Auto eines Nebenbuhlers ausgeschüttet, Briefe des Nebenbuhlers an seine Freundin gefälscht und eine Schreckschusspistole unerlaubt mit sich geführt - alles letztlich begründet mit Problemen in der Beziehung zu seiner damaligen Freundin.

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Das Landgericht unter Vorsitz von Richter Uwe Böcker bewertete die Taten etwas milder als die Erstinstanz. Für die Haupttat  den Wohnungsbrand verurteilte Böcker den Angeklagten zu 21 statt 30 Monaten Freiheitsentzug. "Der Angeklagte hat den Brand bewusst so gelegt, dass das Feuer eben nicht offen ausbricht", erklärt der Richter. Es sollte vor sich hinschwelen und stinken, er wollte später als rettender Reparateur in gutem Licht und als Problemlöser dastehen, aber keinesfalls andere Menschen gefährden. Auch andere Einzelstrafen, wie zum Beispiel die sechs Monate Freiheitsentzug für die Sachbeschädigung des Autos des Nebenbuhlers, bestrafte der Richter geringfügiger. Das Ziel, einen Gefängnisaufenthalt durch das Aussetzen der Strafe zur Bewährung ganz zu verhindern, erreichten der Angeklagte und sein Verteidiger Torsten Mengel aber nicht. Das ist nur bei Freiheitsstrafen bis zwei Jahren möglich. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Angeklagter aber auch Staatsanwaltschaft haben eine Woche lang Zeit, Revision einzulegen. Der Angeklagte und sein Verteidiger prüfen das noch. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, wird die Haftfähigkeit des Angeklagten geprüft. Der 43-jährige, inzwischen verheiratete Mann sitzt nach Wirbelsäulenproblemen inzwischen im Rollstuhl. 

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