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Meißen

Freistaat hätte Kornhaus kaufen sollen

Alt-Stadtrat Wolfgang Tücks meldet sich zu Wort, nachdem das Denkmal im Internet steht.

Wolfgang Tücks, früherer Vorsitzende der ULM-Stadtratsfraktion: Die groben Umstände seien vor gut einem Dutzend Jahren im Stadtrat bekannt gewesen. Gegen den Verkauf habe sich kein Widerstand geregt.
Wolfgang Tücks, früherer Vorsitzende der ULM-Stadtratsfraktion: Die groben Umstände seien vor gut einem Dutzend Jahren im Stadtrat bekannt gewesen. Gegen den Verkauf habe sich kein Widerstand geregt. © Claudia Hübschmann

Meißen. Der Bericht in der SZ vom Donnerstag über regelmäßig im Internet auftauchende Verkaufsanzeigen für das Kornhaus hat eine Debatte über die Umstände der Veräußerung des Denkmals ausgelöst.

Der frühere Vorsitzende der ULM-Stadtratsfraktion Wolfgang Tücks gab in diesem Zusammenhang zu Protokoll, dass die groben Umstände vor gut einem Dutzend Jahren im Stadtrat bekannt gewesen seien. Gegen den Verkauf habe sich kein Widerstand geregt. Auch nicht durch die Abgeordneten der Linkspartei oder der Sozialdemokraten. Eingedenk der damals schwierigen finanziellen Lage der städtischen Wohnungsgesellschaft Seeg sei dies auch verständlich.

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In einem Punkt hätte allerdings Konsens geherrscht: Die Stadträte seien einhellig der Ansicht gewesen, dass es Aufgabe des Freistaats gewesen wäre, die an die Albrechtsburg grenzende Immobilie zu erwerben. Die Räume hätten für das Amtsgericht beziehungsweise ein Museum des sächsischen Porzellans genutzt werden können. (SZ/pa)