merken
PLUS Freital

Freital bereitet 99-Jahr-Feier vor

Bevor im nächsten Jahr die ganz große Party gefeiert wird, sollen am 1. Oktober 99 Testballons steigen – mit vielen guten Wünschen für die Zukunft.

Die „100“ steht zur Zeit auf einem Wagon der Weißeritztalbahn am Bahnhof Hainsberg. Die Stele ist das sichtbarste Zeichen des bevorstehenden Stadtjubiläums.
Die „100“ steht zur Zeit auf einem Wagon der Weißeritztalbahn am Bahnhof Hainsberg. Die Stele ist das sichtbarste Zeichen des bevorstehenden Stadtjubiläums. © Karl-Ludwig Oberthuer

Es gibt wohl keinen Einwohner in Freital mehr, der noch nicht vom 100. Geburtstag seiner Stadt im kommenden Jahr gehört hat. Doch zuvor muss erst noch der 99. gefeiert werden. Deshalb planen die Macher um Thoralf Gorek aus dem städtischen „Projektbüro 100“ für den 1. Oktober 2019 ein kleines Fest vor dem Gründungsrathaus der Stadt Freital in Döhlen.

Dort sollen 99 Luftballons aufsteigen, an denen Postkarten hängen. Auf diesen werden Freitaler Familien ihre Wünsche für die Zukunft aufschreiben. Wie kann Freital in 100 Jahren aussehen? Wie leben die Menschen dann in dieser Stadt? Fantasie ist erwünscht, Utopie ist erlaubt.

Anzeige
Holzpalais am Wilden Mann
Holzpalais am Wilden Mann

Ökologisch und gesund wohnen in einer exklusiven Lage in Dresden. Ruhig und dennoch bestens erschlossen!

Die Postkarten sollen von den Findern zurückgeschickt werden. Wer unter all den Rücksendern den weitesten Weg hat, wird als VIP nach Freital eingeladen. Die Aktion läuft gemeinsam mit einem regionalen Radiosender. „Davon erhoffen wir uns natürlich eine gewisse Reichweite“, sagt Gorek.

Der Eventmanager koordiniert für die Stadt Freital alles, was im Rahmen der Hundertjahrfeier geplant wird. Er hält im Hintergrund die Fäden zusammen. Ideen, so sagt er, haben die Freitaler reichlich geliefert. „Über 300 Anregungen haben wir bekommen.“ Nicht alles davon sei umsetzbar. Etwa 180 Projekte haben sich nun daraus ergeben, die im nächsten Jahr tatsächlich im Rahmen „100 Jahre Freital - ein Fest von Freitalern für Freitaler“ zu erleben sein werden. Initiativen, Vereine, Privatpersonen, Firmen – jeder bringt sich ein, so gut er kann.

So soll es beispielsweise eine Oldtimer-Ausfahrt geben – natürlich mit 100 Veteranenfahrzeugen. Zeitgleich wird ein Kinderfest des Soziokulturellen Zentrums dafür sorgen, dass die ganze Familie auf ihre Kosten kommt. Der Poisentaler Männerchor plant Auftritte ebenso wie die Rammstein-Coverband „Stahlzeit“.

„Die Planungen laufen auf Hochtouren“, so Gorek. Und Stadtsprecher Matthias Weigel ergänzt: „Das Fest ist in seiner Entwicklung sehr organisch. Es lebt, und so soll es ja auch sein.“ Deshalb habe man sich entschieden, das Programmheft in drei Abschnitten zu veröffentlichen. Der erste ist von Januar bis April gültig. Am 16. September ist Redaktionsschluss für diesen Planungszeitraum. Wer also seine Veranstaltung dort noch unterbringen will, muss jetzt langsam handeln. „Neue Ideen brauchen wir allerdings nicht mehr“, sagt Gorek. Aber es ließen sich noch Projekte einbinden, für die es quasi schon eine mehr oder weniger fertige Umsetzung gibt.

Der Segen vom Windberg

Das sichtbarste Zeichen des bevorstehenden Stadtjubiläums ist aus Stahl. Die Stele „100“ reist derzeit durch die Stadtteile. Sie war schon in Potschappel und in Burgk, in Weißig und in Pesterwitz, in Niederhäslich und in Deuben. Jetzt steht sie auf einem Wagon der Weißeritztalbahn im Bahnhof Hainsberg. Von dort wird sie als nächstes nach Zauckerode vors Ambulatorium umziehen.

Dort hat die Akteursrunde Zauckerode für den 14. August von 17 bis 20 Uhr ein Willkommensfest organisiert, bei dem unter anderem die Feuerwehr mit Mitmachaktionen vor Ort ist. „Die ‚100‘ ist ein sehr schönes Symbol, wie die Stadt zusammenwächst“, sagt Matthias Weigel. Die Stele verbinde die Stadtteile und inzwischen hat es sich etabliert, dass die Einwohner mit entsprechenden kleinen Feierlichkeiten „Hallo“ sagen.

Was bleibt noch zu tun? „Viel“, sagt Gorek. „Und vieles, das gar nicht zu sehen ist.“ Er nennt ein Beispiel: „Die katholische Gemeinde ist auf uns zugekommen und möchte einen Gottesdienst auf dem Windberg halten, um der Stadt den Segen zu geben.“ Dafür müsse er nun mehrere Behörden abtelefonieren, zum Beispiel die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes, um herauszufinden, ob es dafür eine Genehmigung gibt. „Das ist Arbeit, die keiner sieht, die aber wichtig ist.“

Im Falle des Gottesdienstes gibt es Grünes Licht, in andere Ideen wurde viel Arbeit investiert und am Ende lassen sie sich doch nicht umsetzen. Aber Gorek ist zuversichtlich: „Die Freitaler kümmern sich, das wird ein Jahr mit vielen kleinen Höhepunkten.“

Mehr Nachrichten aus Freital lesen Sie hier.

Den täglichen kostenlosen Newsletter können Sie hier bestellen. 

Mehr zum Thema Freital