merken
PLUS

Freital lenkt im Straßenstreit ein

Auf der Baustelle wird nun doch in zwei Schichten gearbeitet. Ob das die Vollsperrung verhindern kann, bleibt aber noch offen.

Von Matthias Weigel

Beim Streit um die Bauarbeiten auf der Weißiger Straße haben die Anwohner einen Teilerfolg errungen: Ab Montag bis voraussichtlich zu den Sommerferien wird auf der Baustelle im Zwei-Schicht-Betrieb jeweils zwischen 6 und 22 Uhr gearbeitet. Das teilt die Stadtverwaltung mit. Inwieweit das die im Sommer geplante fünfmonatige Vollsperrung abkürzen und die Kosten für die Baustelle in die Höhe treiben werde, konnte die Stadt gestern nicht mitteilen. „Wir haben nach Verhandlungen mit der Baufirma jetzt erst einmal einen Kompromiss mit der Schichtarbeit erzielt“, sagt Stadtsprecherin Inge Nestler. Alles andere würde im Rathaus derzeit noch ermittelt und geprüft.

Anzeige
"Was hast du zu essen mit, Mama?"
"Was hast du zu essen mit, Mama?"

Kaum sind die ersten Meter zurückgelegt, ertönt lautstark diese Frage. Denn so schön das Wandern ist, ohne Picknick ist der Spaß nur halb so groß.

Bei dem seit Anfang April laufenden dritten Bauabschnitt über 360 Meter hatten sich die Anwohner massiv über die Planung mokiert. Gestartet wurde mit dem Bau des Abwasserkanals unter halbseitiger Sperrung und mit Ampelregelung. Ab Beginn der Sommerferien Ende Juli bis Weihnachten war dann aber eine Vollsperrung geplant – viel zu lange, meinten Gewerbetreibende und Einwohner. Sie reichten eine Unterschriftensammlung bei der Stadt ein. Gefordert wurde unter anderem die Schichtarbeit. Außerdem sollte sich die Stadt bemühen, dass Arbeiten konzentriert und parallel ausgeführt werden. Es könne nicht sein, dass jede Firma ihr Kabel separat verlege.

Großes Anliegen ist es, die Sperrung so auf die Zeit der Sommerferien, also sechs, maximal acht Wochen zu beschränken. Damit könne man noch leben, hieß es. Ob das klappt, will die Stadt noch nicht versprechen. Das Ganze sei zu komplex, um vorschnell Aussagen zu machen.