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Umstrittenes Baugebiet wächst weiter

Mit dem Baugebiet in Freital-Pesterwitz an der Dölzschener Straße sind nicht alle Anwohner einverstanden. Der Verkauf der Grundstücke läuft aber weiter.

Der neue Spielplatz in Pesterwitz ist von den Kindern sofort in Besitz genommen worden.
Der neue Spielplatz in Pesterwitz ist von den Kindern sofort in Besitz genommen worden. © Stadt Freital

Die Erschließung des neuen Baugebiets „Dölzschener Straße Ost“ in Freital-Pesterwitz ist nun offiziell abgeschlossen. Das feierten gemeinsam mit Anwohnern einige beteiligte Firmen und Partner sowie Oberbürgermeister Uwe Rumberg (parteilos) und Geschäftsführer Alexander Karrei von der Freitaler Projektentwicklung GmbH (FPE). Sie eröffneten gleichzeitig den Spielplatz „An der Lindenallee“. Es war der letzte öffentliche Akt des Gesamtprojektes.

In den Spielplatz und die Grünanlagen des Baugebietes hat die städtische FPE insgesamt rund 300.000 Euro investiert. „Es ist eine hochwertige und künstlerisch gestaltete Spielplatzanlage entstanden, die dem Wohngebiet in dieser exklusiven Lage gerecht wird und welche hervorragend in die Landschaft eingebettet wurde“, sagt FPE-Geschäftsführer Alexander Karrei. Ausgestattet ist der Platz mit einem Klettergarten, einer Tischtennisplatte, Sandkasten, dazu Bänke und Platz zum Verweilen.

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Die Entwicklung des neuen Baugebiets „Dölzschener Straße Ost“ in Freital-Pesterwitz hat bereits 2014 begonnen mit dem Aufstellungsbeschluss eines Bebauungsplanes. 2016 folgte der Satzungsbeschluss, 2017 die Genehmigung zur Änderung des Flächennutzungsplans durch das Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. Die Fläche ist insgesamt 65.000 Quadratmeter groß, davon sind rund 42.000 Quadratmeter Bauland.

34 von 55 Grundstücken sind noch zu haben

Parallel zur Erschließung - Versorgungs- und Entsorgungsleitungen wurden verlegt, Fußwege und Zufahrten gebaut und eine Straße mit öffentlicher Beleuchtung angelegt - hat 2018 der Verkauf der durchschnittlich 700 Quadratmeter großen Grundstücke begonnen. 21 der 55 Parzellen sind bisher veräußert und zum Teil bereits bebaut. Die weiteren Grundstücke - es gibt über 200 Interessenten dafür - werden schrittweise in Eigenvermarktung direkt über die FPE provisionsfrei verkauft.

Festgelegt ist jeweils eine Spanne von maximal zwei Jahren zwischen Verkauf und Baufertigstellung. Die Straße im Baugebiet trägt auf Wunsch des Ortschaftsrates den Namen „An der Lindenallee“. Neben dem reinen Baugebiet gibt es für die FPE in dem Projekt eine Vielzahl an Nebenmaßnahmen auszuführen. So erfolgte in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde die Anlage eines 4.000 Quadratmeter großen Eidechsen-Habitats auf der öffentlichen Grünfläche am östlichen Rand. 

Eine Klage gegen die Bebauung wurde abgewiesen

Bestandteil sind zudem Ausgleichsmaßnahmen wie zwei Streuobstwiesen in Freital-Burgk, der Rückbau einer Melkstation in Freital-Wurgwitz (Kohlsdorf), Rückbau und Entsiegelung einer mit einem alten Stallgebäude bebauten Fläche in Freital-Pesterwitz oder ein Wildobst-Hain in Freital-Zauckerode sowie weitere Pflanzungen. Angelegt wurden außerdem die bereits erwähnte Grünfläche im Baugebiet und ein Regenrückhaltebecken.

Der als Kompensation geplante Bolzplatz auf dem Gelände der Sportanlage Pesterwitz an der Otto-Harzer-/Erich-Hanisch-Straße wurde ebenso 2019 realisiert. Insgesamt investierte die FPE inklusive Grunderwerb und Erschließung in das Projekt „Baugebiet Dölzschener Straße Ost“ rund 5,5 Millionen Euro.

Das alles verlief jedoch nicht ohne den Wiederstand einiger Pesterwitzer. Sie hatten sich vor dem Oberverwaltungsgericht gegen das Wohngebiet gewehrt und dort die Rechtmäßigkeit des Bebauungsplanes angezweifelt. Letztlich blieben sie erfolglos. Einige der beschriebenen Ausgleichsmaßnahmen sind allerdings zumindest mittelbar die Folge der Proteste.

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