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Die zehn wichtigsten Ziele für Freital

Das neue Stadtentwicklungskonzept liegt vor. Der Leitfaden bis 2030 enthält ganz konkrete Aufgaben, aber auch noch viele Visionen.

Viele neue Ideen für Freital - das 500 Seiten dicke Konzept listet auf, was bis 2030 geplant ist.
Viele neue Ideen für Freital - das 500 Seiten dicke Konzept listet auf, was bis 2030 geplant ist. © Egbert Kamprath

Das Papier, auf denen Freitals nahe Zukunft festgehalten ist, umfasst etwas über 500 Seiten. Zwei Jahre wurde daran gearbeitet. Zu den Themen Städtebau, Wohnen, Wirtschaft und Arbeit, Mobilität, Klimaschutz und Umwelt, Kultur und Freizeit, Bildung und Sport sowie Soziales werden mögliche  Strategien, Potenziale und Schwerpunkte entworfen. Unter dem neuen Slogan der Stadt „Freital – Inmitten der Möglichkeiten“ gibt es nun einen Leitfaden mit vielen Ideen, aber auch ganz konkreten Zielen bis 2030. 

1. Ziel: Das Stadtzentrum entwickeln

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Derzeit wird an einem Bebauungsplan für ein Wohn-, Einkaufs- und Gewerbezentrum am Sächsischen Wolf gearbeitet. Im Stadtentwicklungskonzept gehen die Ideen noch viel weiter: Es reicht nicht, den Freitalern ein neues Stadtzentrum hinzusetzen. Vielmehr sollen auch die Innenstadtbereiche in Potschappel und Deuben/Hainsberg entlang der Dresdner Straße aufgewertet werden, um sie für Handel und Wohnen attraktiver zu machen. Die Experten schlagen sogar eine Verkehrsberuhigung der Dresdner Straße vor, um sie zu begrünen und fahrradfreundlicher zu gestalten.   

2. Ziel: Urbanes und ländliches Leben verbinden 

Potschappel und Somsdorf, Kleinnaundorf und Deuben - Freital hat viele Gesichter.  Unbedingt erhaltenswert seien die homogen gewachsenen Quartiere und Dorfkerne, heißt es in der Analyse. Was eine behutsame Ergänzung und Weiterentwicklung aber nicht ausschließt. Der Palitzschhof in Döhlen, das alte Kreispflegeheim in Saalhausen und die alten Höfe in Somsdorf stehen im Fokus, wenn es um die Neunutzung und Revitalisierung von Standorten zum Wohnen und Arbeiten geht. Potschappel wiederum - welches mitunter als Problemviertel gilt - ist noch lange nicht am Ende: Es könnte mit Gastronomie, Kultur und Freizeitangeboten das Studentenviertel Freitals werden. 

3. Neuen Wohnraum schaffen

Vor allem Wohnungsgrößen ab drei Räumen und mehr sind nachgefragt, doch das Angebot ist gering. Hier muss gegengesteuert werden und es gibt tatsächlich noch genügend Baufläche. Geplant ist bereits, im Zuge des Zentrumsbaus am Sächsischen Wolf Wohnungen zu schaffen. Weitere Flächen liegen unter anderem entlang der Weißiger Straße, am Platz der Jugend und beidseits der Weißeritz brach.  Gerade das Wohnen um Fluss , hochwassersicher natürlich, könnte eine der Stärken Freitals werden. Erwähnt werden auch Umbauten in Häusern, um zeitgerechten Wohnraum zu schaffen, zum Beispiel in den Plattenbauten der Stadt.

4. Aktive kommunale Gewerbepolitik betreiben

Geplant ist als Nächstes, das Gelände der ehemaligen Fettchemie in Birkigt zu sanieren und zu vermarkten. In Zukunft wird es mehr gehen. Mit der immer wieder geforderten Weiterführung der Ortsumgehung in Richtung Tharandt rückt eine komplett neue "Entwicklungsachse nördliches Gewerbeband" ins Blickfeld. Ein Teil davon ist die stillgelegte Porzellanmanufaktur, dazu kommen Flächen an der Südstraße und am Edelstahlwerk. Doch auch der Handel braucht neue Impulse, damit nicht noch mehr Läden leerstehen - andernfalls müssen diese umgenutzt werden, zum Beispiel für Wohnraum, Kultur oder Gastronomie.    

5: Infrastruktur weiterentwickeln

Wichtigstes Ziel ist hier die Weiterführung der Nord-West-Tangente, also der Umgehungsstraße in Richtung Tharandt. Damit würde die Dresdner Straße spürbar entlastet und attraktiver für Wohnen, Bummeln, Einkaufen, Radfahrer. Ebenfalls wichtig: der Neubau von Freitals zentraler Feuerwache, dem Depot in Döhlen. Es soll entweder auf dem jetzigen Gelände oder in unmittelbarer Nähe errichtet werden.  

6. Mobilität verbessern

Freital soll die Stadt der kurzen Wege werden. Dazu zählen sogenannte Mobilitätsschnittstellen, also öffentliche Parkplätze, um vom Auto in Bus und Bahn zu wechseln. Des Weiteren sollen Hauptrouten für den Radverkehr geschaffen werden, insbesondere in den Tallagen. Ein Problem Freitals ist die schlechte Anbindung von Ortsteilen wie Weißig, Somsdorf oder Kleinnaundorf an den ÖPNV - hier schlägt das Konzept unbedingte Verbesserungen vor. 

7. Umwelt und Landschaft pflegen

Freital ist eine grüne Stadt. Doch da geht noch mehr. Ganz konkret wird vorgeschlagen, den Deubener Mühlgraben aufzuwerten, das Freizeitareal Birkenwäldchen in Zauckerode weiterzuentwickeln, den Rotkopf-Görg-Park zu verschönern und die Freiflächen zwischen Hainsberger  Schule und Rabenauer Grund attraktiver zu gestalten. Naherholung im flussnahen Naturraum - bisher gibt es da noch zu wenige Angebote. Oft ist die Stadt zu sehr von der Weißeritz abgeschottet. Dass es auch anders geht, zeigt das Beispiel Windbergpark. Die Fläche hinter dem Neumarkt wurde mit Zugang zur Weißeritz umgestaltet - mit Erfolg. 

8. Mehr Kultur und Tourismus wagen

Das größte Projekt ist das "Kulturband" vom Schloss Burg bis zum Kulturhaus. Es beinhaltet die Aufwertung des Schlosskomplexes. Die Rede ist vom Ausbau der alten Scheune neben dem Spielplatz und einem Hotel. Auch der Festplatz soll angefasst werden. Denkbar ist, hier eine neue Mehrzweckhalle zu errichten. Ein wichtiger Punkt ist der Ausbau der Sportanlagen am Stadion des Friedens. Das Konzept sieht vor, sich bis 2030 auf den Ausbau der "touristischen Leuchttürme" zu konzentrieren.

9. In Bildung und Erziehung investieren

Größtes Problem sind derzeit die fehlenden Kitaplätze. Im Konzept stehen nun der Ausbau der Kita Pesterwitz und Storchenbrunnen. Mit entsprechenden Planungen wurde bereits begonnen. Im Gespräch ist eine Bauernhof-Kita und Somsdorf und eine Sport-Kita. Viel Geld wird die Stadt auch in die Schulen stecken müssen. Als Nächstes geht es um die Erweiterung der Lessing-Schule. Auch die Sanierung und der Ausbau des Schulstandortes Kirchstraße ist notwendig. 

10. Digital auf dem laufenden bleiben

Ein modernes und leistungsfähiges Glasfasernetz als Grundlage für Wirtschaft und Verwaltung ist unbedingt notwendig. Die Stadt erhofft sich dadurch auch mehr digitale Arbeitsplätze, auch im Bereich von Wissenschaft und Forschung. Doch es ist noch mehr möglich - so eine intelligente Verkehrslenkung und eine effizientere Energieversorgung. Was die Verwaltung sich selbst ins Hausaufgabenheft geschrieben hat, ist die weitere Digitalisierung vieler Behördenvorgänge und des gesamten Dokumentenmanagements.  

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