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Freitals FDP lehnt öffentliche WCs ab

Zu teuer, zu unwirtschaftlich, nicht zu unterhalten, sagen die Liberalen. Stattdessen nehmen sie die Stadt in die Pflicht.

Von Matthias Weigel

Zur aktuellen Diskussion um fehlende öffentliche Toiletten in Freital hat sich jetzt die FDP-Fraktion zu Wort gemeldet. „Der Neubau einer öffentlichen Toilette, wie ihn beispielsweise Stadträte von ,Bürger für Freital‘ am Neumarkt gefordert haben, lehnen wir kategorisch ab. Zu teuer, zu unwirtschaftlich, einfach nicht zu unterhalten“, erklärt FDP-Fraktionschef Lothar Brandau. Bevor überhaupt ein Konzept der Stadt vorliege, könne man außerdem noch gar nichts entscheiden. „Sich schon im Vorfeld einseitig auf Einzelhändler und Gastronomie festzulegen, halten wir daher ebenso für falsch. Dies ist nur ein Ansatz von vielen“, sagt Brandau. Stattdessen soll die Stadtverwaltung bei sich selbst anfangen und bürgernahe Entscheidungen treffen „Wenn alle öffentlichen Gebäude, z. B. im Technologiezentrum, im Schloss, im Hains, in der Bibliothek, usw. diese Leistung anbieten würden, hätten wir sofort eine zweistellige Zahl bereit“, sagt Brandau.

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In Freital waren die Forderungen für neue stille Örtchen mit längeren Öffnungszeiten zuletzt lauter geworden (SZ berichtete). Das Rathaus will aber erst Klarheit über Kosten, Wirtschaftlichkeit, Betreiberform und gesamtstädtischen Bedarf haben, bevor über neue WCs oder Alternativen entschieden wird. Dabei geht es auch um mögliche Kosten, die Vandalismus und Schmierereien verursachen werden. In der Diskussion gab es auch Stimmen dafür, dass Freital, wie in wie in anderen Kommunen auch erfolgreich praktiziert, über eine intensivere Zusammenarbeit mit Einzelhändlern und Gastronomie für eine Toilettennutzung nachdenken sollte.