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Frenzels Festspiele

Der Olympiasieger in der nordischen Kombination ist auch in Japan unschlagbar.

© dpa

Von Christoph Leuchtenberg

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Rupprich geht in die sechste Saison 

Mit Steven Rupprich bleibt ein weiterer Stammspieler der vergangenen Jahre dem Team von Eislöwen-Cheftrainer Bradley Gratton erhalten. 

Zehn Stunden Ruhe in elf Kilometern Höhe: Eric Frenzel durfte nach dem ungemein erfolgreichen Betriebsausflug ins fernöstliche Japan auf dem langen Rückflug endlich seine „magischen“ Beine hochlegen, die ihm nun schon fünf Erfolge hintereinander beschert haben. Die Gedanken des Olympiasiegers in der nordischen Kombination kreisten nach dem fulminanten Doppelschlag beim Weltcup in Sapporo aber schon um die nächsten großen Pläne.

„Ich bin sehr glücklich, dass es im Moment so gut läuft. Jetzt muss das Ziel aber sein, gesund zu bleiben und die Form vor allem für die WM zu bewahren“, sagte der Weltmeister.

Seine Form ist derzeit grandios. So grandios, dass er derzeit beinahe nach Belieben auf die Jagd nach neuen Maßstäben gehen kann. Die beiden Siege in Japan – am Freitag gegen den Norweger Jan Schmid und am Sonnabend vor Lokalmatador Akito Watabe – ersprintete der 26-Jährige aus Annaberg-Buchholz jeweils durch seinen unwiderstehlichen finalen Spurt. Auf der Zielgeraden kann ihm keiner das Wasser reichen.

Der Sachse kann auch feiern

„Es hat diesmal auf der Schanze schon wirklich gut funktioniert. So hatte ich ein kleines Polster und im Finish noch genug Kraft“, sagte er und lächelte zufrieden. Für den starken Auftritt belohnten sich Sachsens Sportler des Jahres 2014 und seine Auswahlgefährten vor dem Rückflug noch mit einem zünftigen Abendessen im „Japanischen Bierhaus“ von Sapporo. Bei frischgezapftem Hellem und lokalem Kurzgebratenem ließ dann auch der sonst so fokussierte Frenzel die nordische Kombination kurzzeitig nordische Kombination sein.

Dabei ist er auf dem besten Wege, Geschichte zu schreiben. Der Erfolg am Wochenende in Sapporo war sein fünfter Sieg nacheinander. Eine solche Serie haben in der Weltcup-Historie erst drei nordische Kombinierer vor ihm erreicht. Der „Weltrekord“ des Finnen Hannu Manninen, der 2005/2006 siebenmal in Folge triumphierte, ist nur noch zwei Siege entfernt – schon am nächsten Wochenende in Val di Fiemme kann Frenzel gleichziehen.

Vor zwei Jahren reiste er mit vier Erfolgen in Serie zur WM an gleicher Stelle – und gewann den Titel. Wie man seine Form bewahrt, weiß Frenzel also. (sid)

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