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Freude auf Plauens neue Schule trotz Abstrichen

Das alte Fritz-Löffler-Gymnasium wird bis 2018 saniert. Schon jetzt bringt das Vorhaben auch Probleme. Nicht nur wegen der Kosten.

Von Annechristin Bonß

Ab Spätsommer 2018 sollen wieder Gymnasiasten im Fritz-Löffler-Gymnasium in der Bernhardstraße lernen. Die Stadt plant, am Standort das neue Gymnasium Süd-West zu eröffnen. Damit werden dringend benötigte Plätze für mehr Schüler geschaffen. Pro Stufe soll es hier bis zu sechs Klassen geben. Das sind über 1 000 Kinder und Jugendliche in den Klassen fünf bis zwölf. Bis es so weit ist, wird der denkmalgeschützte Bau saniert, bekommt einen Anbau und eine neue Vierfeldturnhalle.

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Die Freude über das Vorhaben ist groß. Politiker aus allen Fraktionen im Plauener Ortsbeirat begrüßen das Vorhaben. Bekommt damit doch auch die seit 2007 geschlossene und seitdem als Interimsstandort genutzte Schule eine dauerhafte Zukunft. Allerdings gibt es auch Probleme. Statt der veranschlagten 30 Millionen Euro Baukosten muss die Stadt nun 40 Millionen investieren. „Das ist der Fluch der ersten Zahl“, sagt Schulamtsleiter Falk Schmidtgen. Bei den ersten Plänen waren die Endkosten noch nicht absehbar. Um zu sparen, haben die Planer die Sanierung der Kellerräume zu Zimmern für die Schüler bereits gestrichen. Das Dach wird nicht erneuert. „Wir vertrauen darauf, dass es noch hält“, sagt Schmidtgen. Und die Turnhalle bekommt keine Klimaanlage, sondern eine Be- und Entlüftung. Damit steigen im Sommer die Temperaturen in der Halle aber durchaus über 30 Grad.

Auch die Baufristen waren zunächst anders geplant. Während das neue Gymnasium bereits im August 2018 öffnet, ist die Turnhalle wohl erst ein halbes Jahr später fertig. „Wir vertrauen auf das Schönwetterprinzip“, sagt Schmidtgen. So soll der Sportunterricht so lange wie möglich draußen stattfinden. Im Winter sollen zudem umliegende Turnhallen genutzt werden.

Einstimmig bestätigten die Ortsbeiräte das Vorhaben, trotz der Einwände. Besonders positiv nahmen sie die barrierefreien Komponenten der neuen Schule auf. So gibt es in den Klassenzimmern auch Platz für Rollstuhlfahrer. Die Räume messen mit 50 Quadratmetern mehr als an manch anderer Schule. Treppen sind für Sehbehinderte extra gekennzeichnet. Und die Aufzüge verfügen zudem über eine Sprachsteuerung.