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Was die Friedensfest-Macher vorhaben

Die Veranstaltung vom 12. bis 14. Juni in Ostritz fällt zwar aus, dennoch ist an einem Tag ein kleine Aktion geplant. Und was macht Rechts?

Symbolbild
Symbolbild © dpa

Die Veranstalter vom Ostritzer Friedensfest planen am 13. Juni eine kleine Aktion mit wenigen Menschen auf dem Marktplatz, auch wenn die eigentliche Veranstaltung an diesem Wochenende ausfällt. "Da die Rechten sich von dem Corona-Virus nicht beirren lassen, bleiben natürlich auch wir aktiv", informieren sie auf ihrer Facebook-Seite

Geplant ist ein einstündiges Programm mit Reden, dem Aufstellen von etwa 120 Holzkreuzen für die Opfer rechter Gewalt und Musik. Die Aktionen sollen unter folgenden Gedanken stehen: "In welcher Gesellschaft möchte ich leben? Was kann ich dazu beitragen und wer oder was kann mir dabei helfen?" Das Programm wird live im Internet übertragen. "Auf diese Weise können alle Freunde des Ostritzer Friedensfestes ohne Ansteckungsgefahr direkt daran teilhaben", teilen die Veranstalter mit. Nähere Infos folgen noch.

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Leser gesucht, Banner aufgehangen

Außerdem soll eine Langzeitlesung von 15 bis 23 Uhr stattfinden. Hier könnten zum Beispiel Werke zu hören sein, die zu NS-Zeiten verboten waren. Dafür werden Leser gesucht. "Wer Lust hat daran mitzuwirken, kann uns gerne ein Zeichen geben, wir freuen uns über jede Unterstützung", so die Organisatoren. In der Stadt werden zudem Banner wie vom KZ Buchenwald und Sprüche zu finden sein. "Sodass alle Rechten sehen, dass wir hier andere Wertvorstellungen haben und sie mit ihren alleine da stehen."

An dem Tag hat sich auch Besuch aus Themar angekündigt. In dem Ort in Thüringen fanden in den vergangenen Jahren immer wieder Rechtsrock-Konzerte statt, wogegen auch Menschen protestierten.

Das große Friedensfest vom 12. bis 14. Juni auf dem Ostritzer Marktplatz musste abgesagt werden. "Selbst wenn sich die Situation in den nächsten Wochen weiter entspannen sollte, wollen wir keine große Menschenansammlung verantworten", teilen die Veranstalter mit. 

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Für das Wochenende haben die Rechtsextremen hingegen das nächste "Schild und Schwert"-Festival auf dem Gelände des Hotels Neißeblick in Ostritz geplant. Auf ihrer Internetseite schreiben sie, dass die Veranstaltung auf jeden Fall dieses Jahr stattfindet. "Wenn die Auflagen durch das Coronavirus zu groß sein sollten, verschieben wir das Festival in den Spätsommer." 

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