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Friedensschluss nach zehn Jahren

Ottendorf und das Landratsamt haben eine langjährige Fehde beendet. Alle Details kennt nicht mal der Bürgermeister.

Von Marleen Hollenbach

Sie haben nicht gefragt. Die Gemeinderäte nahmen diesen Beschluss zur Kenntnis, ohne weiter nachzubohren. Bürgermeister Michael Langwald (parteilos) hatte darum gebeten, keine detaillierten Fragen zu stellen und daran hielten sich die Mitglieder des Ottendorfer Gemeinderates auch. Vielleicht sagten sie auch nichts, weil es um einen Streit ging, der vor vielen Jahren entfachte. Die Kontrahenten: Die Gemeinde Ottendorf-Okrilla und das Landratsamt Bautzen. „Wir dachten, dass wir noch Geld von ihnen bekommen. Und die haben jedes Jahr mit Geld gerechnet, das wir noch zahlen sollten“, versucht es Michael Langwald auf den Punkt zu bringen. Jetzt hat man sich auf einen Vergleich geeinigt und so die alte Fehde ein für allemal beendet.

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Einer, der eigentlich noch wissen könnte, worum es damals ging, ist Altbürgermeister Lothar Menzel. Doch auch er kann sich nur schwer daran erinnern. „Vor Jahren hat das Landratsamt Kamenz die Weixdorfer Straße in Medingen sanieren lassen“, sagt er. Ein Irrtum hätte damals für eine Meinungsverschiedenheit gesorgt. Natürlich ging es dabei um das liebe Geld. „Aber eigentlich gab es ein klärendes Gespräch“, sagt Lothar Menzel. Dann erklärt er die Sachlage.Wird eine Kreisstraßen, wie die Weixdorfer Straße, saniert, dann zahlt das der Landkreis. Aber nicht ganz allein. Die Gemeinde muss sich beteiligen, zum Beispiel dann, wenn im Zuge der Baumaßnahme auch noch Gehwege entstehen. Und auch bei der Straßenentwässerung werden manchmal die Kosten geteilt. Ob die Kostenteilung der Knackpunkt war, wusste der Altbürgermeister nicht mehr so genau. „Ein schlimmer Streit kann es nicht gewesen sein. Das hätte man wohl nicht vergessen“, sagt er.