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Frisch, farbenfroh und gut für die Umwelt

Die Flaschen der Kelterei Sachsenobst aus der Region Döbeln werden neu bedruckt. Das Papier hat besondere Eigenschaften.

Bei Kübler & Niethammer in Kriebethal entstehen die neuen Etiketten nicht nur, sondern werden auch wieder recycelt.
Bei Kübler & Niethammer in Kriebethal entstehen die neuen Etiketten nicht nur, sondern werden auch wieder recycelt. © Obstland AG

Region Döbeln. Nachhaltig produzieren – dieses Schlagwort erhält immer mehr Bedeutung. Als Lebensmittelproduzent hat es für die Kelterei Sachsenobst schon immer eine Bedeutung gehabt. Doch nun zeigt sich die Marke Sachsenobst auf ihren Getränkeflaschen mit einem neuen Etikett, das besondere Anforderungen erfüllen soll. Frisch, lebendig und farbenfroh – das waren die Bedingungen für die neue Präsenz. 

Was geschaffen wurde, sieht der Verbraucher nun in allen Sachsenobst-Verkaufsstationen, ob im Hofladen, dem Wochenmarkt, dem Lebensmitteleinzelhandel oder dem Getränkespezialist. Teilweise stehen noch das alte und das neue Etikettnebeneinander.

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"Doch der Inhalt ist identisch", verspricht Ulrike Schade, stellvertretende Produktionsleiterin der Kelterei Sachsenobst. "Das Etikett ist neu, aber unsere Produkte werden weiterhin in der Region mit ausgewählten Rohstoffen und der bekannten Qualität produziert." Integriert sind auf den neuen Etiketten ab sofort Abbildungen echter Früchte und Gemüse. 

Die bisherige Landschaft rückt in den Hintergrund und wird durch eine stilisierte Holzfläche im Vordergrund ergänzt. Eine sonnige Grundstimmung macht Lust auf das Produkt. Das neue Firmenlogo kommt etwas kleiner und abgespeckter daher, dafür mit frischer Farbe und ohne viel Schnörkel.

Auch die Art des Papiers wurde verändert. Die Etikettierung erfolgt mit Recyclingpapier der Kübler & Niethammer Papierfabrik aus Kriebstein. Mit diesem Unternehmen ist ein sogenannter "ClosedLoop", was man mit geschlossener Kreislauf übersetzen kann, vereinbart. Das bedeutet, dass Kübler & Niethammer nicht nur das Etikettenpapier liefert, sondern auch die Abholung und Wiederverwertung der abgelösten Alt-Etiketten übernimmt. "Ein Aspekt, der uns aus Umwelt- und Nachhaltigkeitsgründen sehr wichtig ist", erklärt Ronny Thiele, Geschäftsführer der Kelterei Sachsenobst.

Für die Papierfabrik ist die Zusammenarbeit mit Sachsenobst eine Bestätigung, dass ihr neues Produkt angenommen wird. Die Kübler & Niethammer Papierfabrik, die 1856 gegründet wurde, verkauft vor allem Papier für Werbeflyer und Zeitschriften. Jedoch sind Absatzmengen und Preise dafür gesunken. 

Deshalb ist die Firma auch um Neuentwicklungen bemüht. Eine davon ist das Etikettenpapier, das zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt wird. Dieses Produkt ist bei Druckereien und Getränkeabfüllern auf große Akzeptanz gestoßen.

Bisher konnten Etiketten aus recycelten Fasern dem Vergleich mit solchen aus Frischfasern nicht standhalten. Mangelnde Laugenfestigkeit, teure Prozessumstellungen oder fehlende Weiße waren die Gründe dafür. Doch dank einer speziellen Aufbereitung der Fasern ist das Produkt konkurrenzfähig. 

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