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Frische Farbe für den nächsten Wohnblock

Die Wohnungsgenossenschaft Bischofswerda setzt ihr Modernisierungsprogramm fort – auch an der Belmsdorfer Straße.

© Regina Berger

Von Ingolf Reinsch

Im Mai kommen die Bauleute. Dann soll der Wohnblock an der Belmsdorfer Straße 52 bis 56 mit insgesamt 30 Wohnungen genauso schön gestrichen werden wie die beiden Nachbarblocks. „Wir orientieren uns bei der Fassade an dem Orangeton, den wir schon für die Eingänge 64 bis 68 verwendet haben“, sagt Lothar Wils, Geschäftsführer der Wohnungsgenossenschaft Bischofswerda. Auf dem Dach wird eine neue Schweißbahn angebracht; die jetzige ist nach 15 Jahren verschlissen. Außerdem sollen die alten Fußwegplatten vor den Haustüren und hinterm Haus durch neues Betonpflaster ersetzt und die Entwässerung erneuert werden. 100 000 Euro will die Genossenschaft in diesen Block in diesem Jahr investieren – ohne danach die Mieten für die Bewohner zu erhöhen. Noch offen ist, ob die Hecken an den Hauszugängen bleiben oder nicht. „Die Mieter müssen entscheiden, ob sie die Hecken weiter haben möchten oder ob wir etwas Neues pflanzen sollen“, sagt Lothar Wils.

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Von der SZ befragte Mieter sagen, sie finden es gut, dass frische Farbe ans Haus kommt. Linda Nitsche wünscht sich, die Vermieter sollten mehr fürs Wohnumfeld tun. „In der Innenstadt regt sich da mehr.“ Ein anderer Mieter sagt mit Blick auf die Nachbarblocks: „Wir wollen doch auch ein schönes Haus haben.“ Seit rund 30 Jahren wohnt er in Bischofswerda Süd und fühlt sich dort wohl. – Aus Sicht von Lothar Wils gehören die drei Blocks an der Belmsdorfer Straße von ihrer Lage her mit zu den besten, die die Genossenschaft vermietet: „Die Balkone gehen nach Süden und haben viel Sonne. Der Spielplatz ist um die Ecke. Nach vorn raus hat man einen freien Blick zum Horkaer Teich und zum Butterberg.“

Die Wohnungsgenossenschaft wird in diesem Jahr insgesamt 455 000 Euro in ihre Immobilien investieren. Größter Posten mit 340 000 Euro sind Instandsetzungen und Modernisierungen innerhalb des Wohnungsbestandes. Dazu gehören zum Beispiel Maler- und Fliesenlegerarbeiten, der Einbau neuer Innentüren und Bäder sowie die Erneuerung von Heizungen und Warmwasseraufbereitungsanlagen. Gebaut wird nach Bedarf. Etwa, weil Wohnungen neu vermietet werden oder Mieter sich Modernisierungen wünschen. Im zweiten Fall schließt die Genossenschaft mit dem betreffenden Mieter einen Vertrag ab. Der regelt Umfang und Finanzierung der Arbeiten. Lothar Wils: „Ein neues Bad zum Beispiel finanzieren wir bis zu 3 000 Euro. Der Mieter kann auch ein teureres Bad bekommen. Dann muss er aber die Summe, die über 3 000 Euro liegt, selbst bezahlen.“

Drittes Vorhaben der Wohnungsgenossenschaft in diesem Jahr ist die Instandsetzung und ein neuer Anstrich der Fassade ihres Geschäftsgebäudes an der Ringstraße. Dafür hat sie 15 000 Euro eingeplant.

Mit diesem Investitionsprogramm setzt die Genossenschaft ihren erfolgreichen Weg fort. Seit dem Jahr 2011 erneuerte sie an vier Blocks an Thälmann- und Belmsdorfer Straße Dach und Fassade und investierte dafür insgesamt 485 000 Euro. Fachlich betreut wurden diese Arbeiten wie auch die jetzt an der Belmsdorfer Straße geplanten von Rainer Schubert. Seit sechs Jahren ist der Bauingenieur aus Pickau für die Wohnungsgenossenschaft tätig. Im Altneubaugebiet Süd wurden im Jahr 2012 für insgesamt rund 90 000 Euro vier alte Heizungsanlagen durch moderne Brennwertheizgeräte ersetzt.

Seit dem Jahr 2002 investiert die Wohnungsgenossenschaft, ohne neue Kredite aufzunehmen. Das vergangene Geschäftsjahr sei für das Unternehmen gut gelaufen, sagt Lothar Wils. Außerdem sichere das niedrige Zinsniveau bei bestehenden Krediten der Genossenschaft Liquidität. Lothar Wils: „Durch Umschuldungen von Krediten in zinsgünstigere Darlehen haben wir in vergangenen Jahren finanziellen Spielraum geschaffen, um investieren zu können.“ Gleichzeitig tilgt die Genossenschaft Kredite. Die Verbindlichkeiten betrugen Ende 2012 knapp 12,8 Millionen Euro. 1998 waren es 24 Millionen Euro.