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Frische Farbe für die neue Kita

Eigentlich ist die Sanierung und Erweiterung in Sdier so gut wie fertig. Doch der Einzug verzögert sich. Schuld ist das Wetter.

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© Carmen Schumann

Kerstin Fiedler

Welche Farbe ist die richtige für den Anbau der Kita in Sdier? Zur Bauberatung diskutieren Kita-Leiterin Ramona Nuck, Planerin Claudia Freund-Klein und Malermeister Ralf Westphal. Die Farben an sich sind geklärt, auch die Kinder durften mitreden. Doch nun geht es noch um die Nuancen. Das Grün ist als Grundton an dem auf dem Gelände befindlichen Bungalow angepasst. Es gibt noch orange und rot für die Säulen zwischen den Fenstern.

Die Sanierung und Erweiterung der Kindertagesstätte Sdier geht langsam zu Ende. In dieser Woche treffen sich viele Handwerker in Sdier. Die Toiletten und Waschbecken werden gerade angebracht. Auch die kleine Dusche gibt es wieder im Waschraum. Die Elektriker bringen zum Beispiel den Öffnungsmechanismus für die runden Dachfenster im Flur an. Helles Licht strömt nun in den neuen, viel größeren Garderoben- und Eingangsbereich. Dann können auch die Türzargen eingesetzt werden. Die Türen folgen, wenn der Fußbodenbelag verlegt ist. Doch das wird noch eine Weile dauern. Eigentlich hätte das Vorhaben schon eher abgeschlossen werden können, so wie es auch kürzlich im Gemeinderat mitgeteilt wurde. Doch das Wetter spielt nicht mit. „Durch das wochenlange schlechte, vor allem feuchte Wetter, dauert es jetzt länger, bis der Estrich im Fußboden getrocknet ist“, sagt Claudia Freund-Klein. Bis Mitte Juli wird es noch brauchen. Dann kommen auch die Vertreter der Ämter zur Abnahme.

Ramona Nuck freut sich bei jedem Besuch auf der Baustelle. „Es war eben ein altes Haus mit einigen Überraschungen“, sagt die Kita-Leiterin. Sie gibt aber auch zu, dass die Kinder vor allem ihren schönen Garten vermissen. Wenn Ramona Nuck von der Baustelle kommt, bringt sie den Kindern oft Bilder ins Ausweichquartier nach Großdubrau mit. Sehr dankbar ist sie auch für die Hilfe der Eltern. Vor allem Stefan Helgest möchte sie hier nennen, der die Eigenleistungen für den Kindergartenverein als Betreiber der Einrichtung organisierte. Gerade im Außenbereich konnte da viel getan werden. Der kleine Fahrradweg ist wieder hergestellt. Dennoch hat der Verein Sorgen. Denn es fehlt noch Geld. 30 000 Euro – zehn Prozent der Bausumme – muss der Betreiber als Eigenmittel selber aufbringen. Das Geld wird vor allem für neue Ausstattung gebraucht.

Bei den Kosten ist das Projekt derzeit noch im Plan. „Ich weiß aber noch nicht, wo wir enden“, sagt Claudia Freund-Klein vom gleichnamigen Architekturbüro aus Großdubrau. Während andere vielleicht aufhören, wenn das Geld alle ist, versucht sie mit ihren Mitarbeitern und den Gewerken immer eine Lösung zu finden. „Es geht doch schließlich um die Kinder“, sagt sie.

In der Kindertagesstätte Sdier werden 33 Kinder ab einem Alter von zwei Jahren betreut. Grund für die große Sanierung und Erweiterung waren die ungünstigen räumlichen Bedingungen, die vorher herrschten. So war die Garderobe viel zu klein, Gruppenräume waren Durchgangszimmer, die sanitären Anlagen entsprachen keinem Standard mehr. Jetzt gibt es für jede Gruppe einen Bewegungsraum, die jüngeren Kinder haben einen abgetrennten Schlafraum. Es wird auch ein Erzieherinnenzimmer geben. Waschmaschine und Trockner haben einen eigenen kleinen Raum, die Küchenmöbel sind schon wieder komplett. Schallschutzdecken vermindern den Krach.

Weitere Infos zu den Spenden für die Kita gibt es bei Ramona Nuck unter Telefon 035934 4427