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Frische Farbe für die Villa

Das Haus Ernst-Mucke-Straße 8 bekommt eine komplett neue Außenhaut. Einer der Mieter zieht einen besonderen Vorteil aus den Sanierungsarbeiten.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Bautzen. Komplett eingerüstet präsentiert sich die Villa Ernst-Mucke-Straße 8 zurzeit. Im Inneren geht das Leben aber seinen gewohnten Gang. Das stattliche Gebäude aus der Zeit um die Jahrhundertwende 1900 beherbergt im Erdgeschoss eine Zahnarztpraxis und im ersten Obergeschoss den Sächsischen Ausbildungs- und Erprobungskanal (SAEK). Lediglich im Dachgeschoss gibt es zwei Wohnungen. Und gerade diese beiden Wohnungen besitzen keinen Balkon, während in den beiden Untergeschossen dieser Komfort vorhanden ist.

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Im Zuge der Baumaßnahmen, die Mitte Mai starteten, lässt Hauseigentümerin Stephanie Queißer zumindest einen weiteren Balkon auf der Gebäuderückseite anbauen, der auf den darunterliegenden Balkon aufgesetzt wird. „Das steigert den Wohnwert für den Mieter“, sagt Stephanie Queißer. Die Hauseigentümerin erwarb das Gebäude aus einer Versteigerung. Der Vorbesitzer hatte einige Arbeiten schon erledigt, beispielsweise waren Kunststoff-Fenster eingebaut worden, jedoch wurden nicht alle Fenster ausgewechselt. Das wird jetzt nachgeholt. Vor drei Jahren hatte Stephanie Queißer bereits die Heizungsanlage erneuert und von Öl auf Gas umgestellt.

Als es nun begann, zum Dach hineinzuregnen, entschloss sich die Hauseigentümerin, gleich Nägel mit Köpfen zu machen und die ganze Außenhaut zu sanieren. Der Dachstuhl sei noch in Ordnung, aber die Dacheindeckung muss komplett erneuert werden. Auch die Dachrinnen und die Fallrohre waren teilweise schadhaft und werden ausgewechselt. Der Anstrich des Gebäudes in einem blassrosa Ton bröckelte schon an verschiedenen Stellen. Da die Villa unter Denkmalschutz steht, zog Stephanie Queißer einen ausgewiesenen Farb-Experten hinzu, den Dresdner Architekten Prof. Dr. Siegfried Hausdorf, der auch die Planung und die Bauüberwachung übernommen hat. In Abstimmung mit der Denkmalpflege einigte man sich darauf, dass die Fassade in zurückhaltenden Grau- und Sandtönen gestrichen wird. Bereits fertiggestellt ist das Podest an der Haupteingangstür, das völlig neu mit Granitsteinen aufgebaut wurde. Auch die über das Podest verlaufende Treppe, die zur Eingangstür führt, ist komplett neu gebaut worden. Besucher des SAEK oder Zahnarztpatienten betreten das Gebäude derzeit durch die Hintertür. Aber auch dort werden später noch neue Treppenstufen verlegt.

Wenn die Gerüste gefallen sind, sollen auch noch der Zaun, das Tor und die dazu- gehörenden Granitsäulen erneuert werden. Der geschmiedete Zaun sei ein richtiges Schmuckstück, findet Stephanie Queißer. Fehlende Teile werden in einer einheimischen Schmiedewerkstatt neu hergestellt, ebenso wie das Geländer der Außentreppe. Überhaupt seien alle beteiligten Handwerksfirmen aus dem Bautzener Umland. Als i-Tüpfelchen wird zum Schluss noch eine neue moderne Briefkastenanlage aufgestellt. Voraussichtlich werden die Arbeiten Mitte September beendet sein.

Bereits 2015 hatte Stephanie Queißer das Hinterhaus, das man von der Straße aus kaum sehen kann, zum Wohnhaus umbauen lassen. Aus dem schmucklosen und halb verfallenen schuppenartigen Flachbau ist seinerzeit ein ansehnliches Wohngebäude geworden, das in Weiß und Rot gestrichen wurde. Das Vorderhaus darf aus denkmalpflegerischen Gründen nicht in so auffälligen Farben gestrichen werden.