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Frischekur für das Reinhardtsthal

Nach der Bewilligung von Fördergeld beginnen nun die Planungen. Gebaut wird aber noch lange nicht.

Harthas Bürgermeister Ronald Kunze informiert über die geplante Umgestaltung des Stadtparks „Am Reinhardtsthal“ an der Dresdener Straße. Das Denkmal soll restauriert und an anderer Stelle im Park aufgestellt werden.
Harthas Bürgermeister Ronald Kunze informiert über die geplante Umgestaltung des Stadtparks „Am Reinhardtsthal“ an der Dresdener Straße. Das Denkmal soll restauriert und an anderer Stelle im Park aufgestellt werden. © Norbert Millauer

Hartha. Für viele Harthaer birgt der Stadtpark „Am Reinhardtsthal“ Erinnerungen an die Kindheit. Viele Generationen haben dort gespielt, sind spazieren gegangen oder haben sich einfach nur auf einer der Bänke ausgeruht. 

Am Eingang des Parks weist ein Schild auf die Rekonstruktion im Jahr 1991 hin. Doch seitdem sind 29 Jahre vergangen und ansehnlich ist der Park schon lange nicht mehr. Sei es durch den Zahn der Zeit, oder auch durch mutwillige Zerstörung. Der Park lädt nicht zum Verweilen ein.

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Doch nun ist ein Ende dieses Zustands in Sicht. Die Stadt bekommt für die denkmalpflegerische Instandhaltung und Neugestaltung des Stadtparks Geld aus dem Leader-Programm. Insgesamt soll die Umgestaltung 270.000 Euro kosten, davon sind 200.000 Euro Fördergeld. Es soll eine „Begegnungsstätte für Bürger der Stadt und Gäste von außerhalb“ geschafft werden, wie es Bürgermeister Ronald Kunze gern nennt.

Der Technische Ausschuss der Stadt hat in seiner jüngsten Sitzung das Landschaftsarchitekturbüro Jacob + Bilz aus Chemnitz mit den Planungen für das Vorhaben beauftragt. Dieses hat bereits bei der Ausarbeitung des Fördergeldantrages mitgewirkt.

Bis mit dem Bau begonnen wird, vergehen aber noch ein paar Monate. „Wir wollen im Februar 2021 starten. Dann ist es auch möglich, erforderliche Fällarbeiten durchzuführen“, sagt Bürgermeister Ronald Kunze (parteilos).

In einem ersten Bauabschnitt werden die Wege barrierefrei gestaltet, sodass der Park auch für Menschen mit Handicap zugänglich ist. Zudem soll der Wildwuchs rund um das Denkmal für die Opfer des Faschismus beseitigt werden. 

Das Denkmal selbst wird abmontiert und vorerst eingelagert. Es wird später saniert und an anderer Stelle im Park aufgestellt. Bei der Sanierung der Bänke gilt es eine Forderung des Denkmalschutzes umzusetzen. „Die Bänke werden wieder weiß, so wie bei der Einweihung des Parks im Jahr 1933“, so Kunze.

Im zweiten Bauabschnitt soll auf der Fläche im Zentrum des Parks, wo jetzt noch das Denkmal steht, ein Spielplatz und Mehrgenerationentreff eingerichtet werden. Auch der Teich bekommt eine Frischekur. Zudem wird die Beleuchtung des Areals erneuert, wofür auch die entsprechenden Kabel zu verlegen sind.

Die Sanierung des Stadtparks dürfte auch die künftigen Bewohner des nebenan entstehenden Pflegeheims „Care Palace“ freuen. Vom Heimgelände soll eine Fußgängerbrücke direkt in den Park führen. Dieser Zugang könne jedoch aufgrund des Höhenunterschieds nicht barrierefrei gebaut werden, so Kunze.

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