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Frischer Asphalt für kaputte Fernstraßen

In der Region will das zuständige Landesamt in diesem Jahr eine Handvoll Projekte beginnen. Die SZ stellt die Maßnahmen vor.

Von Eric Weser

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Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Tausende Fahrzeuge sind täglich auf den Straßen in der Region unterwegs. Kein Wunder, dass die viel beanspruchten Verkehrswege nach Jahren intensiver Nutzung reparaturbedürftig sind. Neben einer Reihe von Kreisstraßen (SZ berichtete) sollen 2015 auch kaputte Teile von Bundes- und Staatsstraßen instand gesetzt werden. Zwar muss noch der Landeshaushalt beschlossen werden, um die Finanzierung zu sichern. Doch das für die Fernstraßen zuständige Landesamts für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) hat schon jetzt bekannt gegeben, wo im Altkreis Riesa in diesem Jahr voraussichtlich die Straßenbauer anrücken werden. Konkrete Starttermine, Informationen zum Bauablauf sowie mögliche Verkehrseinschränkungen will das Lasuv rechtzeitig bekannt geben. Die SZ gibt vorab eine Übersicht über die geplanten Maßnahmen.

B 169 – Ausbau nördlich

von Lichtensee, Anbau eines Radweges

Schon länger ist der rund anderthalb Kilometer lange Radweg zwischen den Wülknitzer Orten Lichtensee und Tiefenau im Gespräch. Ein Baubeginn 2014 schien zwischenzeitlich möglich. 2015 soll der Bau nun endlich beginnen. Ein Vorgespräch mit Gemeindebeteiligung gab es letzte Woche. Der Wülknitzer Bürgermeister Hannes Clauß (parteilos) sagt: „Die Arbeiten beginnen, wenn es die Temperaturen zulassen und die beauftragte Baufirma den Startschuss gibt.“ Einen genauen Termin für den Beginn der Bauarbeiten gibt es derzeit also noch nicht. Klar ist hingegen, was bei dem Vorhaben alles gebaut werden soll. Demnach wird ein gemeinsamer Geh- und Radweg entstehen, der an den vorhandenen Tiefenauer Weg anschließt und bis zum Steiggraben führt. Von dort aus dient der vorhandene Wirtschaftsweg als Weiterführung. Der Wirtschaftsweg wird bei der Baumaßnahme ertüchtigt und kann dann auch als Geh- und Radweg benutzt werden. Für das Vorhaben sind laut Lasuv Kosten von 200 000 Euro eingeplant.

B 169 – Fahrbahnerneuerung

in Gröditz

Die Fahrbahn der B 169 in Gröditz soll in diesem Jahr auf einer Länge von knapp einem Kilometer erneuert werden. Der Abschnitt erstreckt sich nach Angaben der Stadtverwaltung vom Knotenpunkt von B 169/S 90 am Spanischen Hof bis zum Ortsausgang in Richtung Riesa. Gebaut werden soll der Stadt zufolge ab dem Frühjahr. Das Lasuv taxiert die Kosten der Maßnahme auf 250 000 Euro. Keine Klarheit gibt es dem Lasuv zufolge bei einem Vorhaben, das Ende vorigen Jahres in Gröditz für Diskussionen sorgte: den Bau einer Ampel an der Kreuzung von S 90 und B 169. Hier stehe eine endgültige Entscheidung noch aus, so eine Sprecherin der Behörde.

S 31 – Fahrbahnerneuerung

westlich von Strehla

Um die Jahresmitte soll an der Staatsstraße westlich der Nixenstadt mit Bauarbeiten begonnen werden. Dann wird von der Lindenstraße bis zur Landkreis-Grenze gebaut. Durch den Rückbau des Bahnübergangs der früheren Schmalspurbahn-Strecke hat die Straße künftig eine Bodenwelle weniger. Laut Lasuv-Mitteilung wird die Fahrbahn dabei auf insgesamt mehr als drei Kilometern Länge erneuert. Zu dem Projekt gehört außerdem ein 150 Meter langer Straßenabschnitt zwischen B 182 und Lindenstraße, der dem Lasuv zufolge jedoch grundhaft ausgebaut werden soll. Dabei werden auch Gehwege, öffentliche Beleuchtung und die Trinkwasserleitung erneuert. Kostenpunkt für das Vorhaben in Strehla: 0,9 Millionen Euro.

S 40 – Fahrbahnerneuerung*

in Nünchritz

Auf der Ortsverbindung zwischen Großenhain und Nünchritz könnte es in diesem Jahr ebenfalls zu Bauarbeiten kommen. Auf etwas mehr als anderthalb Kilometern ist hier eine Erneuerung der Fahrbahn vorgesehen. Die Kosten liegen der Lasuv-Schätzung nach bei etwa 350 000 Euro.

B 98 – Deckenbau*

in Glaubitz

In Glaubitz ist vorgesehen, die Fahrbahndecke in Ordnung zu bringen. Während bei den Fahrbahnerneuerungen jedoch auch tiefere Schichten der Straße erneuert oder ersetzt werden, soll in Glaubitz lediglich die oberste Schicht, die sogenannte Verschleißschicht, abgefräst und erneuert werden. Der vorgesehene Abschnitt ist dem Lasuv zufolge über einen Kilometer lang. Veranschlagte Baukosten: rund 140 000 Euro.

* Es handelt sich um eine sogenannte Ersatzmaßnahme. „Das heißt, dass diese Baumaßnahmen nur dann zur Ausführung kommen werden, wenn andere Maßnahmen möglicherweise nicht zur Ausführung gebracht werden können, und also personelle und finanzielle Ressourcen zur Verfügung stehen, um diese zusätzlichen Bauvorbereitungen zu erlauben“, so eine Lasuv-Sprecherin.

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