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Frischer Aufguss, frischer Anstrich

Nieskys Sauna stand vor dem Aus. Nick Conrad hat sie übernommen. Ein Neuanfang, auch für ihn.

© André Schulze

Von Susanne Sodan

Der Charakter eines Therapiezentrums, so nennt es Nick Conrad, musste weg. Viel Weiß, Plastikstühle, zu steril – dieses Bild der Sauna am Waldbad hat er noch in Erinnerung. Conrad selber ist lange Saunagänger in Niesky gewesen. Jetzt ist er der Inhaber der Einrichtung. Und er hat ihr einen neuen Charakter gegeben. Entspannung statt Therapiezentrum soll das Motto sein.

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Es fängt schon bei den Böden an: Statt der Fliesen hat Conrad in vielen Bereichen Holz verlegt. Korbmöbel mit weißen Kissen stehen im Eingangsbereich, die Wände sind in warmen Farben gehalten, Ablagefächer statt „Krankenhaushaken“, viel Holz, viele Erdtöne. In mehreren Räumen sind großflächig Fototapeten aufgezogen worden – mit Palmen und Meer. Überhaupt, die Palme ist das neue Symbol der Nieskyer Sauna. „Es ging auch darum, überhaupt ein eigenständiges Konzept für die Sauna zu gestalten“, erklärt Nick Conrad. Denn lange Zeit hatte die Sauna zu den Stadtwerken gehört.

Was Conrad, vielleicht auch anderen Besuchern fehlte, war ein einheitliches Bild. „Hinter der Eingangstür wurden früher zum Beispiel immer die Bierkästen gelagert“, erinnert sich Nick Conrad. Die sind jetzt weg, im Lager. Nächste Maßnahme: alle Armaturen, teilweise auch die Fliesenfugen in den Nassbereichen zu erneuern. „Nach all der Zeit, sah vieles einfach nicht mehr schön und hygienisch aus“, sagt Nick Conrad. Zur Eröffnung, erzählt er, waren viele dabei, die die Sauna in letzter Zeit aus diesen Gründen gemieden haben. Auch Nieskys Oberbürgermeisterin Beate Hoffmann war dabei. Sie ging sogar in der vergangenen Stadtratssitzung kurz auf die Sauna ein. „Es ist sehr viel gemacht worden“, sagte sie. Und es sei schön geworden. „Wir sind froh, dass es weitergeht.“

Mit dem Betrieb der Sauna geht Conrad beruflich in eine ganz andere Richtung. Schließlich ist er auch der Inhaber von Nick´s Fahrschule in Niesky. Das wird er auch bleiben. Die Sauna sieht er eher als zweites Standbein. Dass das nicht recht funktionieren könnte, davor hat er keine Angst. Die Resonanz sei bisher sehr gut gewesen – vor allem die Resonanz auf den neuen Ruheraum. Ganz fertig ist die neue Sauna aber noch nicht. Eine Tür bleibt geschlossen: Baustelle. Was dort entsteht, will Conrad noch nicht verraten. Es wird aber ein weiterer Raum für die Gäste.