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Frisches Grün vor Gemäldegalerie

Die Ausstellung ist kurz nach der Wiedereröffnung noch immer geschlossen. Was Landschaftsbauer vor dem Semperbau derzeit gestalten.

Neu gestaltet wurde die Fläche vor der Sempergalerie des Zwingers.
Neu gestaltet wurde die Fläche vor der Sempergalerie des Zwingers. © Marion Doering

Dresden. Der Zwinger ist seit vielen Jahren eine Großbaustelle. Besonders aufwendig war es, den Semperbau zu sanieren. Nach sechs Jahren Bauzeit waren die Gemäldegalerie Alte Meister und die Skulpturensammlung am 28. Februar feierlich wiedereröffnet worden. Wegen der Corona-Pandemie mussten die Ausstellungen aber bereits nach zwei Wochen wieder schließen. Jetzt sind die Türen schon seit anderthalb Monaten geschlossen.

Vor ihnen aber arbeiten seit Monaten Landschaftsgärtner, um die Freifläche neu zu gestalten. Die Arbeiten stehen kurz vor dem Abschluss. In der kommenden Woche sollen sie beendet werden, erklärt Sprecher Alwin-Rainer Zipfl vom Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB). Auf der Fläche am Theaterplatz hatten während der Sanierung der Sempergalerie Baustellencontainer gestanden.

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Fünstellige Investitionen

Im Februar waren die letzten Bauzäune gefallen. Seitdem gestalten Landschaftsbauer die markante Freifläche. So wurden Pflanzflächen erneuert und Blumen Angepflanzt: Außerdem wurden die Wege vor der Gemäldegalerie mit einer wassergebundenen Decke wieder angelegt. Zudem erneuerten die Bauleute die alte Bewässerungsanlage und stellten dafür auch die Anschlüsse im Untergrund her.

Derzeit wird noch der Rollrasen ausgebracht, erläutert Sprecher Zipfl. Bis zum kommenden Donnerstag sollen die Arbeiten abgeschlossen werden. Der Freistaat investiert dafür rund 95.000 Euro. „Die vollständige Gestaltung wird aber erst mit der Sommerbepflanzung realisiert“, so Zipfl.

Bis Ende nächster Woche wird noch der letzte Rollrasen auf die Fläche am Theaterplatz aufgebracht.
Bis Ende nächster Woche wird noch der letzte Rollrasen auf die Fläche am Theaterplatz aufgebracht. © Marion Doering

Die 1855 fertiggestellte Sempergalerie musste dringend saniert werden, da es erhebliche Wasserschäden gab. Ende 2013 begannen die Arbeiten im Ostflügel. Sie waren sehr aufwendig und verzögerten sich bis 2015. Dabei musste ein unterirdischer Stollen im bergmännischen Verfahren gebaut werden, der jetzt den Ost- und den Westflügel verbindet. Ebenfalls neu gebaut wurden das Treppenhaus an der Ostseite und Aufzugsanlagen.

Ursprünglich geplant war, das gesamte Gebäude bis 2017 zu sanieren. Doch da die Arbeiten im Westflügel später als vorgesehen 2016 begannen, konnten sie erst 2019 fertiggestellt werden - ebenfalls später als einst geplant. Das hatte nach Angaben des Finanzministeriums vor allem einen Grund: Die Baufirmen hatten volle Auftragsbücher. Zudem wurde das Projekt teurer. Wurde anfangs noch mit gut 47 Millionen Euro gerechnet, so stiegen die Kosten auf 49,8 Millionen Euro.

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