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Frontal-Crash in Kamenz und Stau auf der A 4

Die Woche nach Pfingsten beginnt auf den Straßen wenig erfreulich. Auch ein SZ-Redakteur wird verletzt.

Von Frank Oehl

Das war ein ziemlicher Schock zum Frühstück. Gestern morgen wurde ein Kollege der SZ-Redaktion in Kamenz bei einem Frontal-Crash in Kamenz verletzt. Gegen 8.41 Uhr, so bestätigt es später der Polizeibericht, war in Höhe des Tennhübels auf der Pulsnitzer Straße ein VW Passat in den Gegenverkehr geraten. Dabei seien eine Frau und ein Mann schwer verletzt worden. Nun, für den Kollegen, der auf dem Weg in die Redaktion war, kann nach umfangreichen Untersuchungen im Malteser Krankenhaus am Nachmittag gewisse Entwarnung gegeben werden: „Nichts ist gebrochen!“ Allerdings wird der Redakteur noch ein paar Tage wegen eines Schleudertraumas mit Halskrause unterwegs sein. Und eine starke Rippenprellung, ausgelöst durch den Seiten-Airbag, wird er noch wochenlang spüren. Gute Besserung!

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Ein Honda-Minivan und ein VW Passat krachten am Dienstagmorgen in Höhe des Tennhübels auf der Pulsnitzer Straße in Kamenz zusammen. Der VW kam auf der falschen Fahrbahnseite entgegen, weil die Fahrerin wohl nach einem Handy auf dem Beifahrersitz gesucht h
Ein Honda-Minivan und ein VW Passat krachten am Dienstagmorgen in Höhe des Tennhübels auf der Pulsnitzer Straße in Kamenz zusammen. Der VW kam auf der falschen Fahrbahnseite entgegen, weil die Fahrerin wohl nach einem Handy auf dem Beifahrersitz gesucht h

Was aber war passiert? Nach den bisherigen Ermittlungen hatte die 51-jährige Passat-Fahrerin, die für ein Reinigungsunternehmen tätig ist, während der Berganfahrt auf dem Beifahrersitz vermutlich nach ihrem Mobiltelefon gesucht. Derart abgelenkt kam sie in der Kurve auf der Kuppe nach links in die Gegenfahrspur und krachte nahezu frontal in den Honda-Minivan des 48-jährigen Zeitungsmannes. Beide Insassen kamen ins Klinikum. Die Autos erlitten Totalschaden und wurden abgeschleppt. Die Schadenssumme belief sich nach ersten Schätzungen auf etwa 16 000 Euro. Die Staatsstraße 95 blieb an der Unfallstelle bis etwa 11 Uhr voll gesperrt. Die Staatsanwaltschaft hat den Fall auf dem Tisch, gegen die Verursacherin wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt.

Nur kurz zuvor waren Rettungskräfte an die Autobahn 4 gerufen worden. Unweit der Anschlussstelle Ottendorf-Okrilla hatte es gegen 8 Uhr einen Crash gegeben, der einen bis zu zehn Kilometer langen Stau nach sich zog. Das geschah immer noch im Berufsverkehr, sodass zur Unfallzeit in Richtung Dresden ein besonders hohes Verkehrsaufkommen herrschte. Nicht nur die Berufspendler, auch die Rückreisewelle der Wochenendpendler und zahlreiche Lkw, die nach dem langen Pfingstwochenende aus der polnischen Republik kommend die Transitstrecke nutzten, waren auf der zweispurigen Autobahn unterwegs. Polizeisprecher Thomas Knaup: „Nicht selten kommt es im dichten Reiseverkehr zu folgenschweren Bremsmanövern – mit Domino-Effekt.“

Seinen Anfang habe das Geschehen genommen, als ein Passat-Fahrer kurz vor Ottendorf-Okrilla in der linken Fahrspur unterwegs war. Der 42-jährige Fahrer bremste, da auch vor ihm Bremsleuchten aufflackerten. Ein nachfolgender Renault-Megane-Fahrer (55) erkannte die Gefahr und verringerte ebenfalls das Tempo. Im Rückspiegel sah er dann, wie sich ein Renault Laguna (Fahrer 52) mit Karacho näherte und schließlich auf das Heck des Megane prallte. Durch die Wucht des Crashs wurde der Megane erst nach rechts gedrückt, wo er mit der neben ihm rollenden Sattelzugmaschine kollidierte, bevor er dann von dem Laguna auch noch gegen den stoppenden VW Passat geschoben wurde.

Zur Unfallaufnahme und Bergung der beteiligten Fahrzeuge musste die Fahrspur voll gesperrt werden. Nach der Kollision mit dem Lkw war der linke Tank des Scania aufgerissen. An der Unfallstelle lief Diesel aus, was die Feuerwehr auf den Plan rief. Die Wehren aus Seifersdorf und Leppersdorf waren mit neun Kameraden im Einsatz und nahmen den Kraftstoff auf. Ein Bergungsunternehmen säuberte die Fahrbahn. Die Vollsperrung dauerte bis etwa 10.30 Uhr. Im Rückstau ereignete sich wenig später ein weiterer Auffahrunfall. Ein Honda Civic (Fahrer 65) war auf das Heck eines Citroëns (Fahrerin 53) gefahren. Verletzt wurde zum Glück niemand. Der Schaden betrug an jedem Auto etwa 2 500 Euro.