merken
PLUS Zittau

Ein blühendes Hobby

Matthias Junge züchtet Fuchsien, mehr als 250 Sorten umfasst seine Sammlung. Die Freude an den farbenfrohen Pflanzen will der Ostritzer mit anderen teilen. 

Mehr als 250 verschiedene Fuchsien züchtet Matthias Junge in seinem Garten.
Mehr als 250 verschiedene Fuchsien züchtet Matthias Junge in seinem Garten. © Jan Lange

Etwa 12.000 Sorten der Fuchsie sind bekannt. So viele verschiedene Pflanzen hat Matthias Junge zwar nicht im Garten, aber mehrere Hundert Fuchsien-Sorten sind es inzwischen. Sie wachsen am Strauch oder Hochstamm, ragen ihre Blüten aus Blumenampeln heraus, leuchten rot, rosa, lila in den unterschiedlichsten Farbtönen. Fast scheint es, als wollen sich die Pflanzen gegenseitig mit dem Blühen überbieten. 

Die Vielfalt ist es auch, die den Anstoß für sein blühendes Hobby gab. Zu DDR-Zeiten bot die Gärtnerei Junge nur ein paar Sorten Fuchsien an. Nach der Wende entdeckte man im Osten - hier ist das Gewächs auch als Glockenstöckel bekannt - den Artenreichtum dieser Pflanze. Und Matthias Junge seine Begeisterung für Fuchsien.

TOP Immobilien
TOP Immobilien
TOP Immobilien

Finden Sie Ihre neue Traumimmobilie bei unseren TOP Immobilien von Sächsische.de – ganz egal ob Grundstück, Wohnung oder Haus!

Fast 30 Jahre betreibt er nun schon sein Hobby intensiv. Über die Jahre wuchs seine Sammlung immer weiter an, heute nennt er über 250 verschiedene Sorten sein Eigen. Seine ältesten Pflanzen sind inzwischen 30 Jahre, der Großteil ist um die zehn Jahre alt, erklärt der Gärtner. Bei guten Bedingungen - ordentliche Pflege und passender Standort - können sie 40 Jahre und älter werden. Fuchsien sind zwar langlebige Pflanzen, aber Züchter müssen auch einige Arbeit investieren und Geduld haben, sagt Matthias Junge. Deshalb sind sie in vielen Gärtnereien etwas zurückgedrängt und durch andere Pflanzen, die weniger Arbeit bedeuten, ersetzt worden.

In der Familiengärtnerei, die seit 2015 von Sohn Ronny weitergeführt wird, kann der 67-Jährige im hinteren Bereich einige Quadratmeter für seine Pflanzensammlung nutzen. Als Rentner kann er sich jetzt ganz seinem Hobby widmen, während der aktiven Berufsjahre mussten die Fuchsien nebenbei gehegt und gepflegt werden. Dass die Zucht nicht einfach ist, musste er voriges Jahr feststellen. Die wochenlange Hitze im Sommer forderte ihren Tribut, einige Pflanzen haben nicht überlebt. Fuchsien vertragen keine direkte Sonneneinstrahlung, sollten eher schattig stehen. Sie mögen auch eine gewisse Feuchtigkeit, aber nicht ständig nasse Füsse.

Mit über 250 Fuchsien-Sorten komme die Sammlung langsam an ihre Grenzen, sagt Junge. Noch mehr erweitern will er sie nicht. "Man muss es auch noch beherrschen können", meint er. Wenn er eine neue Sorte bekommt, dann muss eine andere weichen. Doppelte Pflanzen gibt der Ostritzer auch gern an andere Fuchsienliebhaber ab.

Überhaupt hat er nun mehr Zeit, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Und von denen gibt es nicht wenige. So ist Matthias Junge Mitglied der Deutschen Fuchsiengesellschaft, die 1981 gegründet wurde, und hält auch Kontakte zu internationalen Fuchsienliebhabern. Fuchsien-Freunden aus der Oberlausitz zeigt der Ostritzer gern seine umfangreiche Sammlung. Zu den Öffnungszeiten der Gärtnerei - wochentags von 8 bis 17 Uhr, sonnabends bis 12 Uhr - können sie vorbeikommen und die farbenfroh blühenden Zierpflanzen bewundern. Und das bis etwa Mitte August. "Auf Nachfrage kann man auch zu anderen Zeiten kommen", sagt Matthias Junge. Sonnabends sei er meist bis in den Nachmittag hinein bei seinen Fuchsien zu finden.

Mehr Lokales lesen Sie unter:

Zittau

Löbau

Mehr zum Thema Zittau