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Fünf Grippe-Tote in Mittelsachsen

Elf Wochen dauerte die Grippe-Welle in diesem Jahr. Die Zahl der Infizierten ist geringer als in den Vorjahren.

Fünf Menschen aus dem Landkreis Mittelsachsen sind in diesem Wnter an den Folgen der Grippe-Infektion gestorben.
Fünf Menschen aus dem Landkreis Mittelsachsen sind in diesem Wnter an den Folgen der Grippe-Infektion gestorben. © dpa/Symbolbild

Mittelsachsen. Fast 1.600 Mittelsachsen haben sich in diesem Winter mit der Grippe infiziert. Fünf Menschen aus dem Landkreis sind an den Folgen der Grippe-Infektion verstorben. Darüber informierte Cornelia Kluge, Pressereferentin am Landratsamt.

Nach Angaben der Arbeitsgruppe Influenza des Robert-Koch-Institutes (RKI) begann die Grippewelle in diesem Winter Anfang Januar. Ihren Höhepunkt habe sie zwischen dem 27. Januar und dem 16. Februar erreicht. Ab dem 16. März haben die Infektionszahlen nachgelassen. Insgesamt dauerte die Grippe-Welle 2019/2020 elf Wochen an. 

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Eine detaillierte Auswertung der Influenza 2019/2020 steht noch aus, sagt Cornelia Kluge. Die Auswertung erfolge über die zuständige Arbeitsgruppe am RKI.

Im Vergleich zu den vorhergehenden Jahren ist die Zahl der Grippe-Kranken in Mittelsachsen relativ niedrig gewesen. Gab es 2019/2020 1.593 Nachweise, so waren es in der Saison 2018/2019 1.840. 

Deutlich darüber lagen die Zahlen im Winter 2017/2018. Damals hatte es nachweislich 4.524 Mittelsachsen erwischt. 15 Erkrankte zwischen 64 und 93 Jahren waren damals an dem Virus gestorben. Der amtierende Amtsarzt sprach von einer Epidemie.

Wie die Impfbereitschaft der Mittelsachen in Sachen Grippeschutz aussieht, können wohl nur die ansässigen Ärzte sagen. Dem Gesundheitsamt am Landratsamt liegen dazu keine Daten vor. Die Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen hat zwar Daten über die Impfverordnungen sowie die abgerechneten Leistungen der Ärzte. 

Aber die Zahlen werden zurzeit bearbeitet. „Verlässliche Daten liegen der KV Sachsen frühestens in sechs Wochen vor“, informierte Patrice Fischer von der Pressestelle der KV Sachsen. Ende Februar war die Impfbereitschaft der Mittelsachsen noch eher gering, so Amtsärztin Dr. Annelie Jordan. Als Grund führte sie die relativ wenigen Grippefälle im Vorjahr an.

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