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Fünf Ideen für eine bessere Neustadt

Ein sauberes, friedliches, grünes Dresdner Viertel – dazu sollen kleine und große Projekte beitragen.

Anwohner der Neustadt wollen sich aktiv in ihr Viertel einbringen – das haben viele Ideen bei einer kreativen Werkstatt gezeigt. Erste Projekte könnten schon bald umgesetzt werden.
Anwohner der Neustadt wollen sich aktiv in ihr Viertel einbringen – das haben viele Ideen bei einer kreativen Werkstatt gezeigt. Erste Projekte könnten schon bald umgesetzt werden. © Christian Juppe

Die Neuststadt will sich selbst um Probleme kümmern. Etwa um Lärm und Müll auf den Straßen, aber auch um die Frage, wie das Viertel nachhaltiger werden kann. Erste Ideen sind bei einer Anwohnerwerkstatt entstanden. Einige der Projekte könnten gefördert werden. Denn der Stadtbezirksbeirat kann 2019 über 500.000 Euro an Initiativen vergeben, die in den Stadtteil wirken – und ihn ein Stück besser machen.

Idee 1 – Aufklärungsaufkleber:

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Müll, Lärm und Wildpinkler – warum nicht mit witzigen Aufklebern auf die Probleme reagieren, schlägt eine Neustädterin während der Scheune-Werkstatt vor. So könnte die Aktion aussehen: An Müllecken verweist ein Aufkleber auf die Dreck-weg-App der Stadt. Wildpinkler in Hauseingängen könnte der Aufkleber auf die öffentlichen WCs im Viertel aufmerksam machen. Und auch dort wo sich Lärm konzentriert – etwa an der Kreuzung Görlitzer-/Louisenstraße – könnte ein Aufkleber greifen: Vielen sei nicht bekannt, dass am Wochenende bis 3 Uhr nachts auch das Ordnungsamt bei Ruhestörungen kommt und nicht zwangsläufig die Polizei gerufen werden muss, die dann nicht eintrifft, weil sie woanders dringender gebraucht wird.

Idee 2 – Grüne Neustadt:

Sven Baumgart ärgert sich über Kippenstummel auf den Straßen und im Grünen. Deshalb will er Taschenaschenbecher verschenken. Plastikrohlinge sollen dafür an Spätshops verteilt werden, über Automaten im Alaunpark will er nachdenken. Eine Kompostanlage fürs Viertel – das will Kevin Bauch umsetzen. Dafür möchte er mit dem Gemeinschaftsgarten im Alaunpark kooperieren. Anwohner könnten so ihren Biomüll unkompliziert entsorgen und müssten keine Blumenerde mehr kaufen.

Idee 3 – Senioren integrieren:

Im jungen Stadtteil Neustadt verschwinden Ältere schnell vom Radar. Nicht nur die Initiative Wohn(t)raum will Senioren künftig zu einem Treff versammeln, es gibt auch andere kreative Ideen. Ein Trimm-dich-Pfad könnte im Alaunpark entstehen, der nicht nur Neustädtern generell, sondern auch ältere Anwohner ansprechen soll. Am Rande klingt auch die Idee von Rikscha-Fahrdiensten an – etwa, wenn Senioren kurze Wege erledigen müssen.

Idee 4 – Neues Fest, neuer Markt:

Die Saisoneröffnung des Alaunparks im April könnte politisch werden. Eine Gruppe um die Neustädterin Xenia Most überlegt, mit einem neuen Stadtteilfest auf die Verschwendung von Lebensmitteln aufmerksam zu machen. Foodsharing-Aktionen, Workshops und Vorträge könnte sie sich zum Thema vorstellen. Olaf Hornuf Verantwortlicher für den Scheune-Vorplatz, will zudem einen Tauschmarkt initiieren. Jeder, der Sachen zu verschenken hat, soll sie zum Markt bringen und selbst mitnehmen, was er braucht. Die Idee der Tauschschränke wird so größer gedacht.

Idee 5: Autofreie Neustadt:

Mit der Woche des guten Lebens soll die Neustadt als Teil des Projekts Zukunftsstadt 2020 für eine Woche autofrei funktionieren. Nicht nur Eckehard Möller, Pfarrer der Martin-Luther-Kirche, freut das. Er plädiert für die Einführung verkehrsberuhigter Zonen und spricht sich für höhere Parkgebühren aus, um den Autoverkehr in der Neustadt unattraktiver zu machen. Er und seine Mitstreiter wollen sich mit anderen Initiativen vernetzen, die sich weniger bis keine Autos im Viertel wünschen.

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