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Fünf Ideen für den Weihnachtsmarkt

Wie organisiert Dippoldiswalde den Weihnachtsmarkt. Das wird seit Jahren diskutiert. Ein neuer Veranstalter soll jetzt übernehmen.

Idyllisch zeigt sich der Weihnachtsmarkt in Dipps, aber wer organisiert die Veranstaltung?
Idyllisch zeigt sich der Weihnachtsmarkt in Dipps, aber wer organisiert die Veranstaltung? © Egbert Kamprath

Es gibt jetzt völlig neue Ideen für den Weihnachtsmarkt in Dippoldiswalde. Diese wurden in einer Beratung mit Vertretern der Weißeritztal Erlebnisgesellschaft, der Stadtverwaltung, der Feuerwehr, des Handels- und Gewerbevereins sowie des Ortschaftsrats diskutiert. Der Dippser Ortsvorsteher Dirk Massi (Freie Wähler) sagte auf der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrats: „Es ist Bewegung in dem Thema.“ Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) fasst auf Anfrage von sächsische.de die neuen Ideen zusammen.

Fünf Ideen für den Weihnachtsmarkt

Idee 1: Die Erlebnisgesellschaft wird Marktorganisator

Die Oberbürgermeisterin ist auch Vorsitzende des Aufsichtsrats für die Weißeritztal Erlebnisgesellschaft GmbH (WTE). Dieses Tochterunternehmen der Stadt soll künftig den Weihnachtsmarkt organisieren. „Als klar war, dass dieses Jahr fast alle Veranstaltungen der WTE ausfallen müssen, haben wir im Aufsichtsrat besprochen, dass es eine gute Idee wäre, den Weihnachtsmarkt zu machen. Die WTE hat viel Erfahrung mit der Organisation von Veranstaltungen“, sagt Körner. Die letzten Jahre seit 2017 hat der Verein Kulturraum- und Brauchtumspflege unter dem Vorsitz von Dirk Massi den Markt organisiert, vorher das städtische Kulturzentrum Parksäle. Jetzt sollten die Dippser Märkte in einem Paket ausgeschrieben werden. Aber es fand sich kein Interessent, der den Weihnachtsmarkt betreiben wollte. Doch Dippoldiswalde im Erzgebirge ohne Weihnachtsmarkt, das kann sich auch kaum jemand vorstellen. Daher soll er jetzt unter Federführung der Veranstaltungsprofis von der Malter laufen. Dafür gibt es eine Reihe neuer Vorschläge.

Idee 2: Zusammenlegung mit Bimmelbahn und Lichterglanz

Der Termin des Marktes soll vorgezogen werden. In den vergangenen Jahren begann er am zweiten Adventswochenende und dauerte bis zum dritten Advent. Nun hat aber letztes Jahr zum ersten Mal das Bahnfestival „Bimmelbahn und Lichterglanz“ stattgefunden und die Gäste begeistert. Das soll jetzt in den Dippser Markt einbezogen werden. Der wird daher um eine Woche vorverlegt und dauert vom ersten bis zum zweiten Adventswochenende. Davon hätten beide Seiten Nutzen. Das Bahnfestival würde zusätzliche Gäste nach Dippoldiswalde locken und für „Bimmelbahn und Lichterglanz“ wäre eine zusätzliche Attraktion geboten.

Idee 3: Der Marktplatz wird erweitert

Dieses Jahr kann keine Veranstaltung geplant werden, ohne das Thema Corona mit zu bedenken. Falls im November noch oder schon wieder scharfe Abstandsregeln gelten, wäre es auch denkbar, den Markt auseinander zu ziehen und die ganze Straße vom Bahnhof bis hoch zum Marktplatz einzubeziehen, überlegt Körner. Da könnten die Stände mit Abstand aufgestellt werden. Sie sagt weiter: „Wir müssen dieses Jahr auf so viele Veranstaltungen verzichten. Da wollen wir unbedingt einen Weihnachtsmarkt auf die Beine stellen.“ Wenn der Markt mit "Bimmelbahn und Lichterglanz" verbunden wird, wäre eine solche Verbindung vom Bahnhof zum Marktplatz sinnvoll.

Idee 4: Die Museen werden einbezogen

Das erste Wochenende hätte seinen besonderen Akzent durch Bimmelbahn und Lichterglanz. Damit auch das zweite ein Höhepunkt wird, sollte es ein spezielles Thema bekommen. Körner könnte sich den mittelalterlichen Bergbau vorstellen. Das Miberz und die Parksäle sollten dabei einbezogen werden. Außerdem hofft sie, dass die Sanierung des Lohgerbermuseums soweit abgeschlossen sein wird, dass auch dort eine Öffnung möglich ist. Es wird wohl noch nicht eingeräumt sein. Aber ein Tag der offenen Tür in den frisch vorgerichteten Räumen wäre auch eine Besonderheit, die es sonst nie zu sehen gibt.

Idee 5: Schlosshof ist wieder mit in der Planung

Wenn das Miberz ohnehin zum Marktprogramm gehört, läge auch nahe, den Schlosshof in anderer Form in den Markt einzubeziehen. Seitdem der Weihnachtsmarkt 2001 vom im Bau befindlichen Marktplatz ans Schloss ausweichen musste, erinnern sich viele Dippser mit Nostalgie an die heimelige Atmosphäre dort. Dabei gibt es aber viele Regeln zu beachten, die vor allem den Brandschutz betreffen. Deswegen hat auch Stadtwehrleiter Michael Ebert an den Beratungen zum Weihnachtsmarkt teilgenommen.

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Am erst Adventswochenende findet auf der ganzen Strecke zwischen Freital und Kipsdorf das Bahnfestival "Bimmelbahn und Lichterglanz" statt. Das soll mit dem Dippser Markt verbunden werden.
Am erst Adventswochenende findet auf der ganzen Strecke zwischen Freital und Kipsdorf das Bahnfestival "Bimmelbahn und Lichterglanz" statt. Das soll mit dem Dippser Markt verbunden werden. © Karl-Ludwig Oberthuer

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