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Für die Muldentalklause gibt es zwei Bewerber

Am Montag beginnen die Arbeiten zur Beseitigung der Hochwasserschäden. Im April soll das Gasthaus wieder öffnen.

Von Sylvia Mende

Lange musste Bürgermeister Ulrich Fleischer (parteilos) auf das Okay der Versicherung zur Vergabe der Bauhauptleistung warten. Nun wird am Montag mit der Beseitigung der Schäden, die durch das Hochwasser im Juni entstanden sind, begonnen. Darüber ist der Bürgermeister froh. Denn geht es nach ihm und den Räten, soll die Muldentalklause im April wieder öffnen. Bis dahin geht der Gemeinde viel Geld verloren. Denn die fehlenden Pachteinnahmen werden von niemandem ersetzt.

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Im Frühjahr wird ein neuer Pächter die Ausflugsgaststätte übernehmen. Wer das ist, darüber werden die Gemeinderäte im Januar in einer nichtöffentlichen Sitzung beraten. Drei Bewerber hatten sich bis zum 22. November bei der Gemeinde gemeldet. Ein Wirt zog aus gesundheitlichen Gründen seine Bewerbung zurück. Nun werden die anderen zwei Kandidaten den Räten ihre Konzepte, die auch finanziell untermauert sein müssen, vorstellen. Danach entscheiden die Räte, wer künftig die Muldentalklause bewirtschaften soll.

Rund 200 000 Euro beträgt die Schadenssumme am Gebäude. Das hat ein Gutachter festgestellt. Hinzu kommen noch die Schäden, die dem damaligen Pächter, der Muldental GmbH & Co. KG, entstanden sind. Der hat in Größenordnungen eingebüßt. Die Firma war Eigentümer des Kücheninventars, der Einbauten, Wandtäfelungen und der Theke. Auch das Bettenhaus und alles, was auf der Festwiese stand, gehörte der Firma.

Die Gemeinde muss für die Beseitigung der Schäden laut Versicherungspolice einen Eigenanteil von 50 000 Euro aufbringen. Die Kosten, die darüber hinaus anfallen, trägt die Ostdeutsche Kommunalversicherung. „Wir werden bei der Sächsischen Aufbaubank einen Antrag auf Unterstützung stellen, um 80 Prozent unserer Kosten zu refinanzieren“, so der Bürgermeister. Er hatte auch einen Antrag auf finanzielle Hilfe bei den kommunalen Infrastrukturmaßnahmen abgegeben. Doch das wurde für die Muldentalklause nicht bestätigt.

Ende Oktober lag dem Bürgermeister die Zustimmung der Versicherung für die Maler- und Tischlerarbeiten sowie für die Installation der Heizung vor. Trotzdem konnten die Arbeiten noch nicht los gehen, weil die Bestätigung für die Bauhauptleistung fehlte. Dazu gehören das Herausreißen des Fußbodens, der Wiedereinbau und das Fliesen. Doch nun kann es am Montag losgehen.

Die Abrissarbeiten des Fußbodens und der Vorwandinstallationen in den Sanitäranlagen sollen bis Weihnachten abgeschlossen sein. „Sollte dann ein Trocknen notwendig sein, können die Feiertage dafür genutzt werden“, sagte Ulrich Fleischer. Ab dem neuen Jahr, so ist es geplant, sollen der Fußboden und die Heizung eingebaut, die sanitären Anlagen in Ordnung gebracht und gefliest werden. Danach muss mit dem neuen Pächter über die Einrichtung der Gaststätte gesprochen werden, die zum Konzept passen soll.

Anfang Juni glich die Muldenwiese einem großen See. Die Gaststätte war nur über den Damm zu erreichen. Höher als zehn Zentimeter stand der Schlamm in allen Räumen. Das Wasser im Glaspavillon neben der Gaststätte reichte bis zu den Bierhähnen. Zuvor hatten Feuerwehrleute und Helfer versucht, mit Sandsäcken auf dem Damm ein Überfluten zu verhindern. Das war ihnen nicht gelungen. Die Wassermassen waren nicht zu halten und fluteten die Muldenwiese und die Klause.