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Für einen guten Zweck am Rad drehen

Das Frieren hat sich gelohnt. 500 Euro fließen in die Stiftungskasse und werden für soziale Dinge eingesetzt.

Von Heike Stumpf

Wer Gutes tut, wird dafür nicht immer belohnt. Die Chancen auf Belohnung jedoch standen beim Weihnachtsmarkt gut. Denn für den richtigen Schwung am Glücksrad gab es den einen oder anderen Preis. Der Einsatz dafür wiederum kommt sozialen Zwecken zugute. Er fließt in die Kasse der sogenannten Grafe-Stiftung, der einzigen Stiftung, die es in Roßwein noch gibt.

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Seit 2007 ist diese Stiftung in der jetzigen Form tätig. Die Stadträte haben damals bestimmt, für was Stiftungsgelder eingesetzt werden können. Zum einen darf das Geld Kindern aus armen Verhältnissen zugute kommen, ihnen beispielsweise die Teilnahme an Klassenfahrten ermöglichen. Zum anderen finanziert Bürgermeister Veit Lindner (parteilos) seit Jahren aus den Erlösen die kleinen Präsente, die er Jubilaren zum 80., 90. 95. und dann zu jedem weiteren Geburtstag vorbeibringt. Rund 130 solcher Termine nimmt der Rathauschef inzwischen in Roßwein selbst und den Ortsteilen wahr. In ein paar Jahren werden es 150 sein, schätzt er.

Eingesetzt werden kann jedes Jahr nur der Ertrag, der aus Zinsen erzielt wird. Das regelt die Satzung. Bei geringer werdenden Zinsen und einer größer werdenden Zahl an Jubilaren steht für den Einzelnen oder für Einsätze in anderen Bereichen immer weniger Geld zu Verfügung. Daher sind Ideen gefragt, um weitere Euro in die Kasse zu bringen, damit weder die Senioren noch sozial Schwache zurückstecken müssen.

Eine ist die Glücksradaktion, die es schon zum Weihnachtsmarkt 2012 gegeben hat. Die Neuauflage schloss mit Einnahmen von 500 Euro und damit noch einem kleinen Plus im Vergleich zum Vorjahr. Damit sind Kämmerin Heidi Roßberger und Schwimmtrainerin Liane Patzelt mehr als zufrieden. Immerhin haben sie mehrere Stunden bei nass-kaltem Wetter auf dem Markt gestanden und die Leute am Glücksrad drehen lassen. Eine andere Möglichkeit, zu mehr Geld zu kommen, das ausgeschüttet wird, ist eine Erhöhung des Grundstockvermögens der Stiftung. Das darf nicht angetastet werden. Bei Gründung betrug es etwas mehr als 10 000 Euro. Steigt der Grundstock, können mehr Zinsen ausgezahlt, mehr Gutes getan werden.