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Für Gartenabfälle einen hohen Preis bezahlt

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Abfall. Willi Otto aus Meißen brachte unlängst zwei Säcke mit Gartenabfällen zum Wertstoffhof des Landkreises auf der Zaschendorfer Straße in der Domstadt. „Für etwa 80 Liter Grünschnitt musste ich vier Euro bezahlen. Das ist doch Wucher!“ In der Stadt Riesa, so der Leser, sei die Abnahme monatlich zweimal kostenlos, ansonsten beträgt die Gebühr für einen Sack 0,50 Euro. „Bei diesem hohen Preis in Meißen kann ich verstehen, wenn Leute den Grünschnitt irgendwo in der Landschaft ablagern“, sagt der Meißner.

Wie Frieder Thoß von der Unteren Abfallbehörde des Landkreises Meißen mitteilte, wird der Wertstoffhof an der Zaschendorfer Straße von der Deponie-Betriebsgesellschaft Gröbern bewirtschaftet. Das geschieht im Auftrag des Landkreises. Die Gebührenliste besagt, dass ein Kubikmeter Grünschnitt 16 Euro kostet. „Es gibt aber eine Mindestabnahmemenge von einem Viertel Kubikmeter. Der Mindestpreis beträgt demnach 4 Euro“, so Thoß. Die Betriebsgesellschaft habe korrekt gehandelt.

Entsorgung. Verärgert ist Christian Lehmann aus Meißen, Nossener Straße, über die seiner Meinung nach neue Abzocke der Stadtverwaltung. „Bisher war das Ablesen der Wasseruhr von den Stadtwerken kostenlos. Jetzt kostet mich das 27 Euro. Das ist unverschämt“, sagt der Meißner.

Baubürgermeister Steffen Wackwitz: „Das stimmt so nicht. Bei diesem Betrag geht es um das Eichen und Verplomben der Wasseruhr. Das ist eine Pflichtaufgabe der Stadt und muss aller fünf Jahre vorgenommen werden. Das Ablesen ist Sache der Stadtwerke.“ Die Stadt sei bestrebt, eine kostendeckende Abwasserentsorgung zu gewährleisten. Deshalb sei dieser Betrag unumgänglich.

Verkehr. Durch die neue Umgehung in Meißen gibt es nicht mehr so viel Verkehr auf dem Kynastweg. Das sagt Hans-Jörg Kloß, der Am hohen Gericht wohnt. Er regt an, jetzt überflüssige 30 km/h-Schilder auf dieser Strecke zu entfernen. „Es reicht doch, wenn diese an den Einmündungen Nossener Straße und Umgehungsstraße stehen.“ Ferner sollten auch die Hinweisschilder für Lkw zu Gefahren durch Bäume entfernt werden. Kloß: „Auf der Strecke gibt es doch Fahrverbot für Lkw. Der Leser schlägt noch vor, auf dem Kynastweg eine Haltelinie anzubringen, damit Abbieger stets die Vorfahr t beachten.

Steffen Wackwitz: „Das Ordnungsamt der Stadt wird sich mit diesen Sachen befassen.“