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Funkloch in Lodenau wird geschlossen

Der miese Empfang soll bald Geschichte sein, denn der Ort profitiert von einer Telekom-Initiative. Bis Ende 2020 soll der neueste LTE-Standard anliegen.

Auf den denkmalgeschützten Backsteinbau der Celltechnik in Lodenau wird eine LTE-Antenne gesetzt. Betriebsleiter Volker Altus freut sich über den dann verbesserten Mobilfunkempfang, von dem auch die Einwohner des Ortes profitieren.
Auf den denkmalgeschützten Backsteinbau der Celltechnik in Lodenau wird eine LTE-Antenne gesetzt. Betriebsleiter Volker Altus freut sich über den dann verbesserten Mobilfunkempfang, von dem auch die Einwohner des Ortes profitieren. © André Schulze

Lodenau hat die längste Zeit am "A... der Welt" gelegen - medientechnisch wohlgemerkt. Dank einer Telekom-Aktion verbessert sich der Mobilfunkempfang in dem Ort unmittelbar an der Neiße in Kürze ganz erheblich. Erst vor ein paar Tagen flatterte Rothenburgs Bürgermeisterin Heike Böhm die frohe Botschaft ins Haus.

Telekom macht 50 Gemeinden glücklich

Enrico Dräger ist nicht nur Ortschaftsrat, sondern hat in seinem Heimatort Lodenau auch seit Jahren einen miserablen Empfang. Das nervt und spornte ihn an, diesen Missstand zu beseitigen. Wie Dräger sind alle Einwohner der zu Rothenburg gehörenden Gemeinde davon betroffen. Auch die ansässige Wirtschaft leidet darunter. Wie gerufen kam da im Herbst 2019 eine Initiative der Telekom Deutschland GmbH (TDG), einer Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom.

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Unter dem Motto "Wir jagen Funklöcher" sollten Städte und Gemeinden die Möglichkeit bekommen, fernab der Netzausbauplanung ihre Mobilfunklöcher schließen zu lassen. Und zwar mit dem  LTE-System in der Übertragungsqualität 4G. Dabei handelt es sich um den neuesten Mobilfunkstandard für Smartphones, bei dem theoretisch eine Download-Geschwindigkeit von 1000 Mbit/s möglich ist.

Alter CTL-Wasserturm bekommt eine Antenne

Der Haken an der Sache: Zwar konnten sich alle betroffenen Kommunen bewerben, zum Zuge kommen allerdings nur 50. Die Auswahl, wer zu den Glücklichen gehört, traf die TDG nach eigenem Ermessen, wobei wirtschaftliche Faktoren und die möglichst ausgeglichene Verteilung über das gesamte Bundesgebiet berücksichtigt wurden. Die Voraussetzungen an der Neiße stimmten offenbar. Kurz vor Weihnachten erhielt Rothenburgs Bürgermeisterin Heike Böhm Besuch.

Bei einem Vor-Ort-Termin wurde der Backsteinturm der Celltechnik (CTL) unter die Lupe genommen. Offenbar erwies er sich als geeignet, sodass in Lodenau bald eins der 50 Funklöcher geschlossen wird. "Als ich am 31. Januar eine entsprechende E-Mail der Telekom erhielt, habe ich mich natürlich sehr gefreut", so die Rathauschefin.

220 Haushalte profitieren von der LTE-Technik

Bis Ende 2020 wird das höchste Gebäude weit und breit nun mit einer LTE-Antenne versehen. Dies bedeutet, dass mehr als 220 Haushalte und mindestens drei Gewerbegebiete sowie die Lodenauer Feuerwehr davon profitieren. Auch Celltechnik-Chef Volker Altus ist froh über den Zuschlag der Telekom. "Eine bessere Datenleitung hilft uns natürlich extrem."

Deshalb sei es gar keine Frage gewesen, den früheren Wasserturm zur Verfügung zu stellen. Die Reichweite der Antenne umfasst etwa einen Kilometer. Deshalb dürfen sich wahrscheinlich auch Teile von Neusorge über das Plus an Datengeschwindigkeit freuen.

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