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Bautzen

Funklöcher hemmen den Zuzug aufs Land

Theresa Hellwig über den Ausbau des LTE-Netzes im Landkreis Bautzen

Theresa Hellwig kommentiert den Ausbau des LTE-Netzes.
Theresa Hellwig kommentiert den Ausbau des LTE-Netzes. © Steffen Unger

Es ist naheliegend: Für die Mobilfunkunternehmen lohnt es sich, in den Städten in ein gut ausgebautes Netz zu investieren. Hier leben die meisten Kunden, mit wenig Aufwand können die Netzbetreiber gleich sehr viele Leute auf einmal versorgen. Ein Blick auf die Netzabdeckungskarten zeigt, dass Funklöcher vor allem in den weniger stark besiedelten Gebieten bestehen. Je weniger Funklöcher es gibt – desto teurer also der Ausbau der noch bestehenden weißen Flecken für die Anbieter.

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Vor allem auf den Dörfern ist der Handyempfang schlecht. Deshalb werden jetzt Dutzende neue Antennen installiert.

Dass der Freistaat den Netzbetreibern nun finanziell beim Ausbau helfen will, ist deshalb ein richtiger Schritt – wenn wir die Frage „Wollen wir den ländlichen Raum attraktiver gestalten und beleben?“ mit „Ja“ beantworten wollen. Denn ein gut ausgebautes Mobilfunknetz bedeutet mehr, als nur einen Lange-Weile-Vertreib an der Bushaltestelle möglich zu machen, indem ein Video auf dem Handy geschaut werden kann. Es ist wichtig bei der Frage, ob sich zum Beispiel junge Familien vorstellen können, auf dem Land zu leben – Menschen, die ab und zu von Zuhause oder unterwegs aus arbeiten und mit dem Handy telefonieren oder Daten versenden müssen. Ein guter Handyempfang lockt vielleicht niemanden her – aber gibt es Funklöcher, schreckt das die ab, die gerne kommen würden.

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