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Wie Dynamos Trainer auf die dritte Niederlage reagiert

Die Dresdner verlieren mit 0:1 gegen Eintracht Braunschweig, weil die vielen Chancen ungenutzt bleiben. Außerdem muss ein Neuzugang verletzt raus.

Dynamos Panagiotis Vlachodimos gegen Yassin Ben Balla von Eintracht Braunschweig. Der Dresdner verletzt sich bei einem Schlag aufs rechte Sprunggelenk und muss ausgewechselt werden.
Dynamos Panagiotis Vlachodimos gegen Yassin Ben Balla von Eintracht Braunschweig. Der Dresdner verletzt sich bei einem Schlag aufs rechte Sprunggelenk und muss ausgewechselt werden. © Lutz Hentschel

Heiligenstadt. Die Mimik passte nicht zu den Aussagen. Markus Kauczinski lobte seine Mannschaft. Es sei ein Schritt nach vorn gewesen, sagte Dynamos Trainer. Doch das Ergebnis ärgerte ihn offenbar. 0:1 verloren die Dresdner die erste von zwei Testpartien im Rahmen des Trainingslagers gegen Eintracht Braunschweig – und das völlig unnötig. Dynamo dominierte, störte früh, zwang den Zweitliga-Aufsteiger zu Fehlern und erspielte sich viele Chancen, nutzte aber keine einzige. „Was gefehlt hat, waren die Tore“, meinte Kauczinski. Nach dem 2:3 gegen Hertha BSC II und dem 0:2 gegen Union Berlin war es die dritte Niederlage im dritten Test.

Marco Hartmann. der zunächst die Kapitänsbinde trug, fand, dass es „das mit Abstand beste Spiel“ der Sommervorbereitung war. „Es haben sehr viele Dinge funktioniert, die wir hier trainiert haben. Wir sollten uns deshalb nicht allzu sehr am Ergebnis aufhängen.“ Die Braunschweiger, die auf dem Rückweg vom Trainingslager im Münsterland einen Zwischenstopp in Heiligenstadt einlegten, enttäuschten über 90 Minuten. Trainer Daniel Meyer, der früher bei Erzgebirge Aue gearbeitet hatte, gestikulierte immer wieder wild an der Seitenlinie oder hob verzweifelt die Arme.

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Bei Dynamo war die Aufstellung der ersten Hälfte bereits ein deutlicher Fingerzeig für eine mögliche Startelf bei den Pflichtspielen ab Mitte September. Überraschend bekam Luka Stor als Mittelstürmer den Vorzug. Der Slowene hatte die erste Chance. Er vergab aber ebenso wie nach ihm Agyemang Diawusie (18.), Panagiotis Vlachodimos (23.), Sebastian Mai, Hartmann (39.), Yannick Stark (43.), Philipp Hosiner (56./61.) und Ransford-Yeboah Königsdörffer (66./71.). Vlachodimos verletzte sich bei einem Schlag aufs rechte Sprunggelenk und musste ausgewechselt werden. „Es ist ein bisschen dick geworden, aber wir glauben, dass es nichts Schlimmeres ist“, sagte Kauczinski.

Auffällig war zudem, dass nach der Pause und den zehn Wechseln kaum ein Unterschied zu sehen war. Dabei kamen dann vor allem die jüngeren Spieler zum Einsatz. „Sie haben das gut gemacht“, meinte der Trainer. „Das war auch ein Unterschied zu den ersten beiden Tests“, erklärte Hartmann. Einzig Osman Atilgan bekam neben dem dritten Torhüter Stefan Kiefer keine Minute.

Nico Klaß (58.) erzielte das einzige Tor der Partie nach der ersten Ecke für die Eintracht. Es war und blieb auch die einzige Chance. Am Ende zeigte sich Kauczinski dann doch versöhnlich. „Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass die Arbeit, die man macht, sich lohnt.“

Dynamo Dresden – Eintracht Braunschweig 0:1 (0:0)

Dynamo, 1. Halbzeit: Broll – Becker, Mai, Knipping, C. Löwe – Hartmann – Stark, Horvath – Diawusie, Stor, Vlachodimos (23. Königsdörffer).

2. Halbzeit: Wiegers – Kulke, Ehlers, Großer, Meier – Kade – Weihrauch, Daferner – Sohm, Hosiner, Königsdörffer (81. Gollnack).

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