SZ +
Merken

Fußballer machen gemeinsame Sache

Die Kicker aus Schirgiswalde, Großpostwitz und Kirschau treten jetzt zusammen an – unter einem neuen Namen.

Teilen
Folgen
© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Schirgiswalde. Was verbindet die Fußballer von Großpostwitz, Kirschau und Schirgiswalde – außer ihrem Sport natürlich? Es ist die Spree, die jeweils in der Nähe ihrer Sportplätze vorbeifließt. Nach langer reiflicher Überlegung und vielen Diskussionen mit den Mitgliedern der Sportvereine Großpostwitz-Kirschau und Weiß-Rot Schirgiswalde wurde nun bei der jüngsten Mitgliederversammlung beschlossen, dass die Kicker aus den drei Oberland-Orten künftig gemeinsame Wege gehen wollen. Der Sportverein Großpostwitz-Kirschau, zu dem ein großer Teil der Mitglieder der Abteilung Fußball von Weiß-Rot Schirgiswalde hinzustoßen will, soll künftig Sportverein Oberland Spree heißen.

Wie Michael Hohlfeld, der bislang Abteilungsleiter Fußball und Nachwuchsleiter beim SV Weiß-Rot Schirgiswalde war, sagt, bringt dieses Zusammengehen viele Vorteile, vor allem, was verschiedene bürokratische Abläufe betrifft, die vereinfacht und damit verbilligt werden können. Das betrifft zum Beispiel die Spielerpassanmeldung für Spieler, die bisher in beiden Mannschaften spielberechtigt waren. Michael Hohlfeld gehörte dem Team an, das den Transformierungsprozess intensiv begleitet hat. Er steht bereit, im Vorstand des SV Oberland Spree mitzuarbeiten, der sich paritätisch aus Vertretern von Großpostwitz-Kirschau und Schirgiswalde zusammensetzen soll. Die Wahl des neuen Vorstands soll im Herbst stattfinden. Dann soll auch bei einer Mitgliederversammlung über die neuen Farben und das Logo entschieden werden.

Großpostwitz als neue Mitte

„Wir streben an, den Sitz des Vereins in naher Zukunft von Großpostwitz nach Kirschau zu verlegen“, sagt Michael Hohlfeld. Denn der Ort liegt zentral und ist somit von Großpostwitz und Schirgiswalde gleichermaßen auf kurzem Wege zu erreichen. Ab sofort werden regelmäßig jeden Mittwoch zwischen 17 und 19 Uhr Sprechstunden angeboten, abwechselnd in Großpostwitz und Schirgiswalde. Angestrebt wird jedoch, in Kirschau eine Geschäftsstelle einzurichten. „Wir hoffen, dass diese in der Körsehalle einen Platz findet“, sagt Michael Hohlfeld. Doch dafür sind noch Abstimmungen mit der Stadt Schirgiswalde-Kirschau nötig. In Kirschau befindet sich auch der einzige Trainingsplatz, der auch im Herbst noch nutzbar ist, ein Hartplatz. Wünschenswert wäre jedoch, diesen Hartplatz in einen Kunstrasenplatz umzuwandeln. Denn ein solcher Platz wäre ganzjährig nutzbar. Gespräche mit der Stadt zu diesem Punkt sind schon weit fortgeschritten.

Der Verein Oberland Spree will für alle offen sein, die Spaß am Fußball haben. „Wir fördern alle nach ihren Möglichkeiten“, sagt Michael Hohlfeld, dessen Sohn bei den Bambinis angefangen hat und jetzt in der F-Jugend spielt. Er selbst ist Trainer der D1-Mannschaft. Er hatte sein Team in der vergangenen Spielzeit in der nächsthöheren Klasse angemeldet, der Kreisoberliga. Da seien seine Jungs mehr gefordert gewesen. Und siehe da – sie haben den Klassenerhalt geschafft. Für Michael Hohlfeld steht fest: „Wir wollen einiges anders als bisher machen.“ Wichtig ist, dass man offen sei für die Mitglieder. Außerdem solle nicht außer Acht gelassen werden, dass das Vereinsleben nicht nur aus dem Sport, sondern auch aus dem ganzen Drumherum besteht. Deshalb wird auch an einer guten alten Tradition festgehalten, den Schirgiswalder Fußballtagen, die in diesem Jahr zum 17. Mal stattfinden werden.

Die drei Tage am letzten Juliwochenende sollen ein Fest für die ganze Familie werden. Während die Enkel ihre Fußballturniere austragen, können Oma und Opa bei Kaffee und Kuchen sitzen und beispielsweise der Blasmusik oder Kurtl und seinem Mundart-Pop lauschen. Für die Kleinen gibt es beim Kinderfest unter anderem eine Kletterwand, Torwandschießen, Kinderschminken und das Spielmobil. Michael Hohlfeld will auch weitere Vereine aus dem Oberland einladen.

Die Schirgiswalder Fußballtage finden vom 29. bis 31. Juli statt. Geplant sind ein Kinderfest und Turniere der Bambini, der Junioren, der Damen und der Alten Herren.