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Fußballer unterstützen schwerkranke Kinder

Nino Scharfen hat im Verein Spenden für ein Kinderhospiz in Markkleeberg gesammelt und selbst übergeben.

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Von Mario Heinke

Im November hatte der FSV Oderwitz 02 bei einer Abstimmung im Internet 1 000 Euro für die Vereinskasse gewonnen. Die ING Direkt Bank hatte mit der Aktion im Netz 1 000 Vereine mit jeweils 1 000 Euro unterstützt. Durch die Abstimmung ist Nino Scharfen auf das Kinderhospiz „Bärenherz“ in Markkleeberg aufmerksam geworden. Das hatte sich ebenfalls um das Geld beworben, scheiterte damals bei der Abstimmung denkbar knapp und ist leer ausgegangen, weil eine Stimme gefehlt hat.

Daraufhin hat Nino Scharfen die Initiative ergriffen und Spenden für das Hospiz gesammelt, zunächst auf privaten Veranstaltungen, dann auch im Verein. Jörg Heidemann, einer der Jugendkoordinatoren im Oderwitzer Fußballverein, hat die Aktion unterstützt und bei den Übungsleitern der Nachwuchsmannschaften weitere Spendengelder gesammelt. Auch der Erlös aus dem Verkauf des Programmheftes zum „Budenzauber-Turnier“ des FSV Oderwitz 02 ist in die Spendenkasse geflossen. Am Ende sind so 250 Euro zusammengekommen.

Initiator Nino Scharfen ließ es sich nicht nehmen und brachte das Geld am 6. März persönlich nach Markkleeberg. Kerstin Stadler, eine Mitarbeiterin des Kinderhospizes freute sich über die unerwartete Spende. Im „Bärenherz“ in Markkleeberg werden schwerstkranke Kinder betreut und betroffene Familien von ehrenamtlichen Helfern beraten.

Die Einrichtung verfügt über zwölf Kinderzimmer und fünf Elternwohnungen. Das Leben mit einem Kind, das rund um die Uhr Pflege und Betreuung benötigt, bringt Familien an physische, psychische, emotionale und finanzielle Grenzen.Um den Familien zu helfen, ist im Jahr 2003 der Verein „Kinderhospiz Bärenherz Leipzig “ gegründet worden. Es ist derzeit das einzige stationäre Kinderhospiz in Sachsen und Sachsen-Anhalt. „Im Nachhinein bin ich etwas traurig, dass wir nicht noch mehr Geld sammeln konnten“, sagt Nino Scharfen, der von der Arbeit der Einrichtung sehr bewegt ist. Er hofft, dass andere Vereine oder Firmen die Vreeinsarbeit auch durch Spenden unterstützen werden.