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Fußweg an der Kamenzer Friedensstraße wächst zu

Auf dem Weg entlang der Straße sprießen schon Sträucher. Leser kritisieren außerdem ein gefährliches Nadelöhr für Radler in Großröhrsdorf.

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Von Reiner Hanke

Bisher gab es hier noch einen Trampelpfad. Doch selbst der wachse jetzt langsam zu, berichtet Ralf Schmaler aus Kamenz. Er beschreibt seine Beobachtungen von der Friedensstraße, linkerhand, bevor sie später in den Siedlungsweg mündet. Auf dieser Seite befinde sich ein Waldstück. Wildwuchs ergreife von dem Weg Besitz und mache ihn kaum noch begehbar. Sträucher würden schon bis an den Straßenrand heran wachsen. Die Äste der Bäume sogar noch ein Stück weiter über den Fußweg hinweg Richtung Fahrbahn, berichtet der Kamenzer. Hier müsse unbedingt Hand angelegt werden. So wisse er, dass ab und zu Schülergruppen auf der Strecke unterwegs sind, vermutlich aus der nahen Förderschule. Die Kinder müssten auf die Straße ausweichen, und das sei doch gefährlich. Die Sorge ist berechtigt, aber die Situation nicht so einfach. So teilt Stadtsprecherin Gisela Seidel mit: „Es handelt sich hier um einen Trampelpfad, der sich zu einem Gehweg entwickelt hat.“ Dieser befinde sich auf einem Privatgrundstück. Dennoch wolle sich die Stadt einschalten und den Grundstückseigentümer „auffordern, den Bewuchs, der in den Verkehrsraum wächst, zu beseitigen“.

Der Fuß-/Radweg an der S 158 vor den Toren Großröhrsdorfs durch den Niederforst beschäftigt Michael Leimert aus Kleinröhrsdorf. Der Weg mündet nach dem Ortseingang in einem Nadelöhr in der engen Durchfahrt unter der Bahnbrücke. Bis zum Ortseingang von Großröhrsdorf wurde die S 158 ausgebaut. Nun sagt Michael Leimert: Vor der Bahnbrücke sei der Fuß-/Radweg durch einen gigantischen Geländer- und Leitplankenwald zur Sicherheit von der Straße abgegrenzt worden. Aber dort, wo der Weg wirklich schmal und gefährlich wird – unter der Bahnbahnbrücke – gebe es nicht mal ein Geländer. Er findet das unlogisch. Gerade dort gehöre ein Schutz an den Weg. Die zuständige Straßenbaubehörde, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr, lehnt das aber ab. Der aufwendige Plankenwald sei durch die dortige Trinkwasserschutzzone begründet. „Die Notwendigkeit innerhalb der Ortsdurchfahrt ein Geländer zu setzen, besteht nicht“, so Andreas Biesold, Niederlassungsleiter in Bautzen. Ein Geländer sei auch schwer machbar. Bei der Montage seien Sicherheitsabstände zu beachten. Der schmale Gehweg würde letztlich so eingeschränkt, dass er nicht mehr richtig nutzbar wäre. Biesold sieht für die Zukunft nur eine Lösung: Die Bahnbrücke müsste umgebaut werden. Das sei nur gemeinsam mit der Bahn möglich. Aktuelle Pläne gebe es dazu keine. Am SZ-Lesertelefon hat sich jetzt auch Marianne Döschner aus Kamenz gemeldet. Die 75-Jährige wollte ein dickes Lob loswerden. Sie hatte kürzlich eine Reise im SZ-Treffpunkt gebucht. Das freudige Ereignis wurde dadurch getrübt, weil Frau Döschner wieder zu Hause in der Schillerpromenade angekommen merkte, dass ihre Handtasche nicht mehr dabei war. „Ich hatte ziemlich viel Gepäck, da musste ich sie außer Acht gelassen haben.“ Als die Aufregung gerade am größten war, klingelte auch schon das Telefon. „Die freundliche Mitarbeiterin aus dem Treffpunkt war dran und teilte mir mit, dass meine Tasche sichergestellt sei. Da fiel mir ein Stein vom Herzen.“ Dieses Dankeschön geben wir natürlich gern weiter.Auf ein Wort