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Gabensprüche der Gemeinde vortragen

In diesem Jahr gingen unsere Erntegaben ins Obdachlosenheim Freital“, erzählt Pfarrerin Kerstin Stetzka. Zum Erntedankfest am vergangenen Sonntag war der Altar der Klingenberger Dorfkirche mit Erntekränzen, Blumen, Gemüse, Obst und der traditionellen Erntekrone festlich geschmückt.

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Von Heinz Hirschfeld

In diesem Jahr gingen unsere Erntegaben ins Obdachlosenheim Freital“, erzählt Pfarrerin Kerstin Stetzka. Zum Erntedankfest am vergangenen Sonntag war der Altar der Klingenberger Dorfkirche mit Erntekränzen, Blumen, Gemüse, Obst und der traditionellen Erntekrone festlich geschmückt.

Als die Pfarrerin vor Jahren aus dem Ruhrgebiet ins Erzgebirge kam, kannte sie den traditionellen Erzgebirgsbrauch des Kränzebindens noch nicht. Zum Ostergottesdienst hatte sie dieses Jahr Sonnenblumensamen an die Gemeindeglieder verteilt. Zum Erntedankfest war es daher möglich, den Altar des Gotteshauses mit frischen Sonnenblumen zu schmücken.

Christa Richter ist schon viele Jahrzehnte beim Kränzebinden dabei. Die 70-Jährige ist mit ihrer Kirche verwachsen. Sie ist hier getauft, konfirmiert und getraut worden. Auch ihre goldene Konfirmation hat sie da erlebt. So lange sie denken kann, hat sie im Kirchenchor gesungen und mischt da auch heute noch kräftig mit. Vor etwa zwei Jahren rief sie einen Seniorenkreis ins Leben. Er beschränkt sich nicht nur aufs Kaffeetrinken, sondern kann sich auch mit seinen Bastelarbeiten sehen lassen.

In den letzten Jahren kamen verstärkt Familien mit Kindern zu den Gottesdiensten. Deshalb riefen die Klingenberger auch Kindergottesdienste ins Leben. Durch einen Mix aus Basteln, Spielen, Singen sowie das Hören und Nachleben biblischer Geschichten achten sie darauf, dass die Kinder dabei auch selbst aktiv sind. So wurden sie in diesem Jahr am Erntedankfest beteiligt, indem sie die Gabensprüche der Gemeinde vortrugen.

Ein weiteres Angebot sind die Kindertage in den Kirchgemeinden Dorfhain, Colmnitz und Klingenberg, die durch ein Schwesterkirchverhältnis verbunden sind. Diese kleinen Feste werden etwa vierteljährlich organisiert, und durch eine gut funktionierende Mundpropaganda kommen auch Kids, die nicht der Kirchgemeinde angehören. So spielt manchmal die Junge Gemeinde für die Kleinen Theater, es wird gemeinsam Brot gebacken, es werden wie im alten Israel Ziegel geschleppt, um, wie vor einem knappen halben Jahr, die Ostergeschichte nachzuvollziehen.

Auch in der Arbeit der Krippenspielgruppe, um die sich Kirchenvorstandsvorsitzender Matthias Jähnel kümmert, gibt es einen Aufschwung. „Die Gruppe steigt zahlenmäßig so an, dass sogar schon Spiele umgeschrieben werden mussten, damit jeder eine Rolle bekommt. Auch hier sind Kinder aus nichtchristlichen Familien mit von der Partie, und das zieht wiederum auch ihre Eltern in die Kirche“, freut sich Matthias Jähnel.