merken
PLUS Meißen

Meißen empfängt wieder Gäste

Die Tourist-Information ist wieder gefragt. Leiterin Christina Czach und ihre Mitarbeiterinnen sind nicht nur Besuchern der Stadt behilflich.

Christina Czach ist seit einem Jahr Chefin in der Tourist-Info Meißen.
Christina Czach ist seit einem Jahr Chefin in der Tourist-Info Meißen. © Claudia Hübschmann

Meißen. Sie sind wieder gefragt – die Mitarbeiter in der Tourist-Info am Markt (TIM). Mit den Lockerungen der coronabedingten Einschränkungen belebt sich die Stadt wieder. Und in der TIM am Markt sei das spürbar, berichtet TIM-Chefin Christina Czach. Noch sind es überwiegend Tagesgäste, die Meißen einen Besuch abstatten und nach Tipps fragen. Die meisten von ihnen kommen aus Dresden, der Oberlausitz und dem Berliner Raum.

„Es freut uns, dass wir uns wieder um unsere Gäste kümmern können, sagt Christina Czach, die am 1. Juni auf ihr erstes Jahr in diesem Amt zurückblickt. Die Stadtrundgänge sind gut gebucht, auch wenn die Teilnehmerzahl wegen der Hygiene-Bestimmungen noch auf 15 begrenzt ist. Am Pfingstwochenende gab es zusätzliche Rundgänge, um die Nachfrage bedienen zu können. Die Abstandsregeln verlangen Stadtführern und Gästen einiges ab – neben der Desinfektion der Hände gilt es, das Verstehen für alle zu garantieren. Wer Schwierigkeiten mit dem Hören hat, der bekommt einen Sprachverstärker, berichtet Christina Czach.

sz-Reisen
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken
Mit SZ-Reisen die Welt entdecken

Bei SZ-Reisen findet jeder seine Traumreise. Egal ob Kreuzfahrt, Busreise, Flugreise oder Aktivurlaub - hier bekommen Sie für jedes Reiseangebot kompetente Beratung, besten Service und können direkt buchen.

Ein neues Buchungssystem

Bis auf die kulinarischen und die Bierführungen sind alle Stadtrundgänge wieder im Angebot. Die neuste Offerte, mit der Bademagd durch die Gassen der Altstadt zu schlendern und dabei einiges über „Freud' und Sünd'“ in früheren Zeiten zu erfahren, ist für alle bislang angesetzten Termine fast ausgebucht. Damit sowie kulturellen Angeboten wie dem ersten Straßenkonzert am Freitagabend vor dem Pfingstfest hoffen Christina Czach und ihre Mitarbeiterinnen auch darauf, dass die Gäste in der Stadt bleiben, hier übernachten und die gastronomischen Angebote in Anspruch nehmen. Das braucht die Stadt dringend, um die Verluste, die durch den Shutdown entstanden sind, zumindest begrenzen zu können.

Die TIM-Chefin und ihre Mitarbeiter setzen darauf, dass viele in diesem Jahr ihren Urlaub neu planen und diesen in Deutschland verbringen. Attraktive und zum Teil rabattierte Angebote für Hotels, Unterkünfte sowie zum Erkunden der Stadt und Umgebung gehören ebenso dazu wie die Unterstützung für Anbieter von Ferienwohnungen und Fremdenzimmern in der Stadt. Vorige Woche erst hat Christina Czach mit ihnen zusammengesessen und die Einführung eines Online-Buchungssystems (OBS) vorbereitet. Ist es installiert, können Ferienwohnungen und Fremdenzimmer auch über die großen Buchungsportale angeboten werden. Ziel ist es, nicht nur eine bessere Auslastung für diese Unterkünfte zu erreichen, sondern die Zahl der online buchbaren Betriebe Meißens zu erhöhen.

Die Meißner Albrechtsburg und der Dom werden nach den ersten Lockerungen nun wieder häufig besucht. Doch auch Meißen hat unter der Corona-Krise stark gelitten.
Die Meißner Albrechtsburg und der Dom werden nach den ersten Lockerungen nun wieder häufig besucht. Doch auch Meißen hat unter der Corona-Krise stark gelitten. © Claudia Hübschmann

„Durch die Zusammenarbeit mit der OBS steht ein Spezialist auf diesem Gebiet zur Verfügung, welcher Meißens Beherbergungsbetrieben die Möglichkeit einräumt, ihre Betriebe auf den professionellen Buchungsportalen zu platzieren, ohne lästige Einzelverträge. Bei Interesse betreut der erfahrene Dienstleister OBS Gastgeber persönlich und bringt die Unterkünfte auf die wichtigsten Buchungsseiten im Internet – für einen perfekten Auftritt im Netz und ohne großen Aufwand.“ So steht es in einem Papier des Amtes für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur, das Amtsleiter Christian Friedel kürzlich im Sozial- und Kulturausschuss vorgestellt hatte.

„Um sich im Wettkampf mit anderen Kommunen und Regionen durchsetzen zu können, hat das Amt für Stadtmarketing, Tourismus und Kultur ein umfangreiches Paket mit Sofortmaßnahmen geschnürt, um potenzielle Gäste zu einem Urlaub in Meißen zu bewegen“, hatte er vor den Stadträten erklärt. Aufgeführt darin sind auch die Tante-Emma-Aktion zur Ankurbelung des Besuches in den Geschäften der Innenstadt, Werbekampagnen in überregionalen und sozialen Medien, die verstärkte Verteilung von Imageflyern oder eine Neuauflage von Gastronomieführer und Gastgeberverzeichnis. Zur Finanzierung des Soforthilfe-Maßnahmenpaketes kann das Amt über ein Budget in Höhe von 70.000 Euro verfügen, das der Stadtrat am 22. April mit dem Meißner Haushalt für dieses Jahr beschlossen hatte.

Corona-Helfer bekommen Gutschein

Christiana Czach nennt außerdem verstärkte Bemühungen um Gäste aus Tschechien und Polen. Damit reagiert die Tourist-Info auf wachsende Nachfragen, die dort während der Meißner Weihnacht in den vergangenen Jahren registriert wurden. Stadtführungen auch in tschechischer und polnischer Sprache sollen nicht mehr nur nach langfristiger Vorbestellung möglich sein, sondern zu festen Terminen angeboten und mit Besuchen in der Manufaktur koordiniert werden. So lohnt sich der Einsatz von Stadtführern mit den entsprechenden Sprachkenntnissen.

Aber auch für die Einwohner der Stadt haben sich die TIM-Leute gemeinsam mit dem Amt für Stadtmarketing etwas einfallen lassen. „Corona-Helfer bekommen bei uns einen Gutschein“, kündigt Christina Czach an. Damit können sie und eine Begleitperson kostenlos an einer Stadtführung teilnehmen.

Fahrradboxen für die Innenstadt

Christiana Czach und ihre Mitarbeiterinnen stellen sich auf wachsende Nachfragen ein. Sie geben Auskunft zu Sehenswürdigkeiten in der Stadt und vermitteln eine Unterkunft, weisen den Weg zu Caravan-Stellplätzen. Ab dieser Woche öffnet die TIM auch wieder am Wochenende sowie an Feiertagen.

Weiterführende Artikel

Erstes Straßenkonzert zieht 100 Zuhörer an

Erstes Straßenkonzert zieht 100 Zuhörer an

Die Idee des Stadtmarketings findet in Meißen großen Anklang.

Egal ob Tagesausflügler, Kurzentschlossene oder Fahrradtouristen – Gäste sind in der TIM herzlich willkommen. Für Letztere steht ein Fahrradparkraum zur Verfügung. Bald soll es auch Fahrradboxen mit Aufladestationen für E-Bikes in Meißen geben. Christian Friedel hat Pläne für zwei solcher Boxen in Auftrag gegeben. Sie sollen am Kändlerpark und am Roßmarkt entstehen. Noch im Juni will er die Pläne den Stadträten im Bauausschuss vorstellen.  

Mehr lokale Nachrichten aus Meißen und Umgebung lesen Sie hier.

Mehr zum Thema Meißen