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Ganz Deutschland möchte zum Elbtal-Weinlauf

In nur 15 Minuten waren die 3 000 Startplätze vergeben. Der Veranstalter will das Spektakel trotzdem nicht erweitern.

Noch nie war der Ansturm auf die Startnummern zum Elbtal-Weinlauf so groß wie in diesem Jahr. 3 000 Startplätze waren innerhalb von nur 15 Minuten vergeben. „Das ist ein neuer Rekord. Im letzten Jahr dauerte es 20 Minuten“, sagt Torsten Schröder, Vorsitzender des SV Elbland.

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Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Schröder und sein Team haben damit jedoch gerechnet – und sich mit Profitechnik auf den Ansturm der Weinwander-Freunde aus Sachsen, Brandenburg, Berlin, Bayern und Baden-Württemberg vorbereitet. Denn Teilnehmer können sich seit sechs Jahren nur im Internet in die Startlisten eintragen. Das erleichtert die Vergabe der Startnummern. „In den Vorjahren ist durch den Andrang aber das System zusammengebrochen“, sagt Schröder. Das sollte nicht noch einmal passieren. Also mietete er einen größeren Server, über den sich die Teilnehmer nun ohne Verbindungsprobleme registrieren konnten.

Erst das Geld, dann die Startnummer

Das Meldeteam ist immer noch dabei, die Startlisten zu erstellen – und frei werdende Plätze neu zu vergeben. Haben gemeldete Starter ihren Teilnehmerbeitrag nicht gezahlt, bekommen sie keine Startnummer. Die wird dann an einen der 50 Wanderfreunde, die sich in die Warteliste eingetragen haben, vergeben.

Der Elbtal-Weinlauf ist in seinem zwölften Jahr zum Selbstläufer geworden. „Wir haben etwas geschaffen, was einmalig ist“, sagt Torsten Schröder stolz. Der Wandertag durch die Weinberge ist mehr, als nur ein Freizeit- und Genussspektakel. „Der Weinlauf ist ebenso zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für das Elbtal geworden.“

Damit hat der Vereinsvorsitzende nicht unrecht. Traditionell findet der Elbtal-Weinlauf zwei Wochen nach den großen Weinfesten in Meißen und Radebeul statt. Die Teilnehmer, von denen mehr als drei Viertel nicht aus dem Elbtal stammen, füllen so kurz vor dem Winter noch einmal die Betten der Pensionen und Hotels, sorgen für volle Restaurants und Warteschlangen vor den Sehenswürdigkeiten und Museen zwischen Radebeul, Meißen und Moritzburg. „Viele bleiben mehrere Tage zum Urlaub hier“, sagt Schröder.

Mehr als 500 Helfer

Trotz des riesigen Ansturms auf die freien Plätze wollen die Organisatoren das Spektakel nicht vergrößern. Auch wenn sich das sowohl die Teilnehmer als auch die Hoteliers und Gastronomen wünschen. „Wir bleiben bei einem Weinlauf pro Jahr“, sagt Schröder. Schon jetzt sei die Veranstaltung nur durch die Mithilfe von mehr als 500 Helfern möglich. Ohne die Ehrenamtlichen könnte der Lauf nicht stattfinden. Diese und das Organisationsteam wolle der Verein nicht damit belasten, die Mammutaufgabe „Planung des Weinlaufes“ zweimal im Jahr zu stemmen.

Auch eine zusätzliche, fünfte Route, etwa bis in die Weinberge von Radebeul, sei keine Option, um zumindest das Teilnehmerfeld zu vergrößern. „Dafür brauchen wir noch mehr Helfer. Die haben wir aber nicht.“ Und mehr als 3 000 Leute, die in sieben Stunden über die Wanderwege marschieren, wolle der Verein außerdem der Natur nicht zumuten. Denn beliebt bei den Läufern ist vor allem die zwölf bzw. 17 Kilometer lange Strecke. Zusätzliche Teilnehmer würden sich dann wahrscheinlich auch auf diesen Routen tummeln, schätzt Schröder. Der Weinlauf ist und bleibt damit ein exklusives Spektakel. (ps)

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