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Ganz schön schwarz, aber gar nicht mal so tot

Als „negativ-dekadente Jugendliche“. Wie die Stasi in der DDR mit Gruftis umging und was aus der Szene heute geworden ist.

Von Franziska Klemenz
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Abaddon Mystic Store ist der letzte von ehemals sechs Szene-Läden in der Dresdner Neustadt.
Abaddon Mystic Store ist der letzte von ehemals sechs Szene-Läden in der Dresdner Neustadt. © Christian Juppe

Würde man in diesem Moment ein Streichholz zünden, das Damenklo ginge in Flammen auf. Viel Haarspray füllt die Luft, dann zischt die Dose noch einmal, tränkt den Raum in einen süßlich-chemischen Geruch. Vier Menschen beäugen ihre geschminkten Gesichter in einem Spiegel. Es könnte das Bilderbuch-Klischee vom Damenklo sein, wären nicht drei der vier geschminkte Männer. In einem Dresdner Neustadt-Schuppen treten sie an diesem Abend auf, mit ihrer Horrorpunk-Band Last Caress. Der Genre-Name illustriert recht gut, worum es geht: leicht abgewandelter Punk, gespielt von Menschen mit Skelettgesichtern – die Rocky Horror Picture Show minus Laszivität und bunten Farben.

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