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Garten der Kita wird schöner

Die SZ stellt vor, was sich 2016 in den Gemeinden rund um Bischofswerda tun soll. Heute: Schmölln-Putzkau

© Steffen Unger

Ingolf Reinsch

Schmölln-Putzkau. In Schmölln-Putzkau gibt es viele Baustellen in diesem Jahr. Bürgermeister Achim Wünsche (parteilos) nennt als Schwerpunkte „Investitionen in die Kinder und die Infrastruktur der Gemeinde“. Ebenfalls werde es wichtig sein, „gut mit dem Thema Asyl und Integration“ umzugehen. Sollten sie gebraucht werden, würde die Gemeinde einige ihrer Wohnungen bereitstellen, um darin Flüchtlinge unterzubringen.

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Die größten Vorhaben: Kita und Straßenbau

Die Kindertagesstätte der Gemeinde in Putzkau ist in den vergangenen Jahren saniert worden. Ein Wunsch ist noch offen: die Neugestaltung der Außenanlagen. Die Gemeinde will dieses Vorhaben in diesem Jahr angehen, sagt Bürgermeister Achim Wünsche. Spielhaus, Kletterturm, Riesenrutsche waren einige der Wünsche, die Kinder in vergangenen Jahren äußerten. Was aufgestellt wird, muss noch diskutiert werden. „Wir schauen uns den Garten als Ganzes an“, sagte Kita-Leiterin Bettina Kling im vergangenen Jahr der SZ. Heißt: Bei den neuen Außenanlagen geht es nicht nur um Spielgeräte, sondern auch um Grün, um Schattenplätze, um Sitzmöglichkeiten für Kinder und Erzieherinnen.

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Straßenbau. Der steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass Fördergelder fließen. Das betrifft insbesondere Baupläne für die Straße der Jugend in Tröbigau, wo zugleich ein Abwasserkanal verlegt werden soll, und den Abschnitt Querstraße 10 bis 16 in Putzkau. Außerdem will die Gemeinde an der Dresdener Straße in Putzkau den zweiten Bauabschnitt realisieren. Dort wird voraussichtlich im August und September eine neue Straße gebaut, um weitere Eigenheime erschließen zu können.

An diesen Plänen kann es noch Änderungen geben, sagt der Bürgermeister. Die Gemeinde Schmölln-Putzkau arbeitet noch an ihrem Haushalt für dieses Jahr. Nach jetzigem Planungsstand sind in diesem Jahr keine Steuererhöhungen vorgesehen.

Die Straßenbaumaßnahme in der Gemeinde mit den größten Auswirkungen auf den Verkehr beginnt voraussichtlich im April. Bauherr ist allerdings nicht die Gemeinde, sondern der Freistaat Sachsen. Er plant einen Neubau der Brücke übers Schwarzwasser an der Bäckerei in Schmölln. Zudem soll auf der Straße Am Schwarzwasser zwischen Bäcker und der Einmündung zum Oberhofberg die Natursteinmauer wiederhergestellt werden. Dafür wird die Straße voll gesperrt.

Die größte Sorge: Finanzlage setzt der Gemeinde Grenzen

Die geplanten Investitionen sind dank der Rücklagen der Gemeinde finanziell abgesichert, sagt Achim Wünsche. Aktuell betragen sie 1,3 Millionen Euro. Eine Million soll in diesem Jahr in Investitionen fließen. „Wir rechnen am Jahresende mit einem Restbestand von 300 000 Euro“, sagt der Bürgermeister.

Sorgen macht er sich vor allem über die laufenden Ausgaben – auch infolge der doppelten Buchführung, die – in der freien Wirtschaft längst üblich – jetzt auch für die Städte und Gemeinden gilt. Durch den neuen Buchungsmodus sieht der Bürgermeister die Leistungsfähigkeit der Kommunen verringert. Personalausgaben, Abschreibungen, Kreisumlage, Zuweisungen und Zuschüsse für Zweckverbände und den freien Träger der Kindertagesstätte, für Sach- und Dienstleistungen, darunter auch die Unterhaltung von Gebäuden, fließen bei den Aufwendungen als große Posten ein. „Auch ohne Berücksichtigung der Abschreibungen ergibt sich im Gemeindehaushalt ein Negativsaldo von rund 60 000 Euro“, sagt Achim Wünsche. Die Folge: Die Gemeinde kalkuliert den sogenannten Ergebnishaushalt hart auf Kante. Achim Wünsche: „Wir können die Aufgaben der Gemeinde erfüllen und auch den kommunalen Wohnungsbestand erhalten.“ Unvorhergesehenes dürfte jedoch nicht passieren. Dann würde es eng werden.

Die größte Vorfreude: Strahlende Kinderaugen im neuen Kita-Garten

Die Außenanlagen der Kita werden toll. Achim Wünsche ist davon fest überzeugt. „Meine größte Freude wird sein, wenn ich den neuen Außenbereich der Kindertagesstätte eröffnen kann und die strahlenden Augen der Kinder sehe“, sagt er.