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Ein Stück England in Kamenz

Manuela und Thomas Schöne lieben den Landhausstil, aber auch Fundstücke vom Flohmarkt finden in ihrem Garten Platz.

Manuela und Thomas Schöne haben ihre Liebe für englische Gartenkultur bei einem Besuch auf der Insel entdeckt.
Manuela und Thomas Schöne haben ihre Liebe für englische Gartenkultur bei einem Besuch auf der Insel entdeckt. © René Plaul

Kamenz. Thomas Schöne hat gerade Kräuterwasser mit Zitronenthymian und Ananasmelisse angesetzt. Die Kräuter stammen natürlich aus dem eigenen Garten in Kamenz. Der erstreckt sich auf gut 2.000 Quadratmetern hinterm Haus. Es ist eine Oase im englischen Landhausstil nur einen Steinwurf von einer Hauptstraße entfernt.

Die Leidenschaft fürs Englische entstand nach einem Besuch auf der Insel vor etwa 13 Jahren, der auch in Park- und Gartenanlagen führte. Kombiniert haben Manuela und Thomas Schöne die Pflanzen mit viel Granit: „Weil wir ja in einer Granitregion leben“, erklärt Thomas Schöne. Oft auch in Kombination mit Holzarbeiten und Schaustücken aus Eisen. Oft sind es Fundstücke wie ein altes Fenster, ein Zaunfeld vom Trödelmarkt oder eine kleine Skulptur.

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Gerade das Faible für Holz verwundert nicht, denn von Hause aus ist Thomas Schöne Tischler, seine Frau arbeitet in der Verwaltung. Ein Ausgleich zum Berufsleben sei der Garten für sie. Dort geht es auf verschlungenen Pfaden vorbei an Kräutern wie Rosmarin und einem Gartenhibiskus durch die Blätter einer Hängebirke zum Sommerflieder, wo sich die Schmetterlinge tummeln, vorbei an Granitsäulen und über Granittreppen.

An vielen Stellen im Garten von Familie Schöne findet man alte Metallgegenstände wie diese Nähmaschine.
An vielen Stellen im Garten von Familie Schöne findet man alte Metallgegenstände wie diese Nähmaschine. © René Plaul

Gerade neu entstanden ist ein Rondell mit Bänken und dahinter fächerförmig angeordnete Blumenbeete. Während die anderen Teile des Gartens bunt sind, hat hier jeder Fächer seine Farbe mit roten, weißen, blauen, gelben Blüten. Zum englischen Landhausstil gehörten auch Buchsbäume. Die brachte Manuela Schöne mit Geschick in Form, schnitt sogar Figuren. Leider fielen die Pflanzen dem Buchsbaumzünsler zum Opfer. Deshalb sind Schönes dabei, auf Eibe umzusteigen.

Auffällig sind die vielen Sitzgelegenheiten in allen Ecken des Gartens zur Entspannung. „Wir wollen den Blick auf Beete und Rabatten ja auch genießen“, sagt Thomas Schöne. Garten soll ja nicht nur Arbeit sein. Davon gibt’s aber noch genug. Ein Hang will noch gestaltet sein. Wasserzisternen sollen entstehen, um das Areal umweltfreundlich gießen zu können. Außerdem gibt es noch eine Laube aus DDR-Zeiten. Die soll einem offenen Pavillon weichen.

Aus einem Park in England brachten die Schönes auch die Anregung mit, die „Weidenblättrige Birne“ zu pflanzen. Aus der Ferne wird sie wegen der ähnlichen Blätter oft mit Olivenbäumen verwechselt. Aber diese Zierpflanze sei im Gegensatz zur Olive winterhart und relativ anspruchslos und immer ein Hingucker.
Aus einem Park in England brachten die Schönes auch die Anregung mit, die „Weidenblättrige Birne“ zu pflanzen. Aus der Ferne wird sie wegen der ähnlichen Blätter oft mit Olivenbäumen verwechselt. Aber diese Zierpflanze sei im Gegensatz zur Olive winterhart und relativ anspruchslos und immer ein Hingucker. © René Plaul
Eine Leidenschaft von Thomas Schöne ist es, aus Strandgut von der Nordsee kleine Kunstwerke herzustellen, wie dieses Boot. Die finden überall im Garten und auf der Terrasse ihre Plätze. Da ein Leuchtturm, dort eine Lampe. Der Kamenzer stöbert nicht nur auf Trödelmärkten nach Deko, sondern verkauft auch eigene Arbeiten.
Eine Leidenschaft von Thomas Schöne ist es, aus Strandgut von der Nordsee kleine Kunstwerke herzustellen, wie dieses Boot. Die finden überall im Garten und auf der Terrasse ihre Plätze. Da ein Leuchtturm, dort eine Lampe. Der Kamenzer stöbert nicht nur auf Trödelmärkten nach Deko, sondern verkauft auch eigene Arbeiten. © René Plaul
Insektenfreundliche Pflanzen wie diese Prachtkerze sind für Manuela und Thomas Schöne wichtiger Bestandteil des Gartens. Deshalb baut Thomas Schöne derzeit an einem Insektenhotel. Das entsteht in einer Zinkwanne. Dahinter befindet sich eine Totholzhecke, in der sich Schlangen und Eidechsen tummeln.
Insektenfreundliche Pflanzen wie diese Prachtkerze sind für Manuela und Thomas Schöne wichtiger Bestandteil des Gartens. Deshalb baut Thomas Schöne derzeit an einem Insektenhotel. Das entsteht in einer Zinkwanne. Dahinter befindet sich eine Totholzhecke, in der sich Schlangen und Eidechsen tummeln. © René Plaul
Selbst in alten Nachttöpfen blüht es bei den Schönes - wie hier neben Ziergräsern. Die sind an vielen Plätzen im Garten zu finden, weil sie Trockenheit gut vertragen - was an Bedeutung gewinnt. Außerdem sind sie auch im Herbst noch ein Blickfang, wenn nicht mehr so viel blüht, und sie rauschen schön im Wind.
Selbst in alten Nachttöpfen blüht es bei den Schönes - wie hier neben Ziergräsern. Die sind an vielen Plätzen im Garten zu finden, weil sie Trockenheit gut vertragen - was an Bedeutung gewinnt. Außerdem sind sie auch im Herbst noch ein Blickfang, wenn nicht mehr so viel blüht, und sie rauschen schön im Wind. © René Plaul

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