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Leben und Stil

Gartenkolumne: Machen Sie Ihre Rosen zum Blühwunder!

Wer duftende Blüten im Garten haben möchte, der sollte jetzt zur Schere greifen. Aber nicht einfach drauflos schneiden!

Gesunde Rosen brauchen den richtigen Schnitt.
Gesunde Rosen brauchen den richtigen Schnitt. © Kordes Rosen/dpa

Von Stefan Michalk

Kennen Sie das Märchen vom Dornröschen? Sie schlummert hundert Jahre lang umringt von einer undurchdringlichen Rosenhecke und wartet darauf, von ihrem Traumprinzen wachgeküsst zu werden. Wenn Sie das auch vorhaben, dann sollten Sie Ihre Rosen nicht schneiden. Wer jedoch schöne gesunde Rosen mit vielen Blüten und kompakter Form im Garten haben möchte, der greift genau jetzt beherzt zur Rosenschere!

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Wenn die Forsythien blühen, ist der perfekte Zeitpunkt für den Rosenschnitt gekommen. Ab jetzt sind keine strengen Fröste mehr zu erwarten, die den frisch geschnittenen Pflanzen Schaden zufügen könnten. Die Forsythie zeigt diesen Zeitpunkt ziemlich zuverlässig an.

Der Rosenschnitt ist wichtig, um die Pflanzen gesund und blühfreudig zu erhalten. Der Schnitt regt die Rosen dazu an, immer wieder neue, frische Triebe wachsen zu lassen. So kann sich eine Rose über Jahrzehnte hinweg immer wieder selbst erneuern und blühfreudig bleiben.

In meinem Garten wachsen hauptsächlich mehrfach blühende Strauchrosen. Die sind recht robust und werden bis zu 1,5 Meter hoch. Ich bin ein großer Fan dieser Wuchsform, denn die Blüten duften fast in Nasenhöhe – und der Schnitt ist kinderleicht. Es gibt auch noch niedrigere Beet- und Edelrosen sowie die Kletterrosen, die jedoch etwas anders geschnitten werden müssen.

Alle Rosen haben gemeinsam, dass über den Winter ab und an ganze Äste absterben oder einzelne Zweige zurückfrieren. Das Holz ist dann grau, trocken und leblos. Diese Äste werden als erstes komplett entfernt bzw. bis in das gesunde Holz zurückgeschnitten. Äste, die aneinander reiben, schneidet man ebenfalls heraus.

Für den Schnitt sollten Gärtner eine scharfe, saubere Rosenschere nutzen, die die Äste abschneidet, ohne sie auszufransen. Geschnitten wird immer möglichst fünf Millimeter über einer Knospe, denn dort treibt die Rose wieder aus.

Wenn das trockene oder kranke Holz entfernt ist, lichte ich zu dicht gewachsene Stellen aus. Das sorgt für einen luftigeren Wuchs, und der Wind kann die Blätter nach dem Regen besser abtrocknen. Sonst droht nämlich Pilzgefahr! Und man sollte auch alle Wildtriebe entfernen, die manchmal unter der Veredlungsstelle aus der Rose wachsen.

Dann folgt bei meinen Strauchrosen der Formschnitt. Ich schneide sie einfach auf die gewünschte Höhe herunter. Insgesamt achte ich darauf, dass der Strauch eine schöne Form bekommt, die dem Charakter der Rose entspricht. Bei Strauchrosen ist es übrigens egal, ob die Augen nach dem Schnitt nach innen oder außen zeigen. Man darf beim Schneiden jedoch keine Stummel stehenlassen, sondern sollte immer einen halben Zentimeter über einem Auge ansetzen. Je mehr man schneidet, desto mehr treibt die Rose übrigens wieder aus!

Es lohnt sich, ein gutes Buch über das Schneiden von Rosen zu kaufen, das sich dem Schnitt aller Sorten widmet. Damit hat man die Schnittanleitungen immer griffbereit.

Nach dem Frühlingsschnitt gibt man den Rosen unbedingt eine Portion organischen Dünger. Der versorgt sie die ganze Saison mit allen wichtigen Nährstoffen. Auch gut zu wissen: Rosen verzeihen Schnittfehler und treiben kräftig durch, wenn man sich mal verschnitten hat.

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Mehr ist beim jährlichen Rosenschnitt auch gar nicht zu tun. Im Sommer werden lediglich die verblühten Blüten herausgeschnitten, und zwar über dem von der Blüte aus gesehen nächsten fünfblättrigen Blatt. Das regt zur Nachblüte an. Im Herbst ist dann wieder beste Rosenpflanzzeit.

Stefan Michalk ist Hobbygärtner in Bautzen und betreibt den Blog www.parzelle94.de. Mehr zu Stefan Michalk erfahren Sie hier.