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Gartenstraße wird umgebaut

Nach dem Deutschen Wandertag startet ein Großprojekt in Sebnitz. Bis weit ins Jahr 2018 haben die Straßenbauer gut zu tun.

© Marko Förster

Von Anja Weber

Sebnitz. Die Pläne für den geplanten Umbau der etwa einen Kilometer langen Gartenstraße in Sebnitz gibt es bereits. Und nun ist es auch amtlich: Im Sommer 2016, nach dem Deutschen Wandertag in Sebnitz, könnte das Vorhaben starten. Vorausgesetzt, die Fördermittel kommen und es gibt keine größeren Einwände. Darüber informiert die Stadtverwaltung. Da das Vorhaben umfangreich und kompliziert ist, hat das zuständige Ingenieurbüro Krämer aus Bischofswerda es in drei Bauabschnitte geteilt. Die Bauarbeiten selbst werden sich deshalb bis ins Jahr 2018 hinein erstrecken.

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Der erste Bauabschnitt geht von der Bahnhofstraße bis zur Einmündung am Burggässchen. Er ist etwa 350 Meter lang. Hauptschwerpunkt der Umgestaltung in diesem Bereich sind die beiden 90-Grad-Kurven an den beiden Einfahrten zum Einkaufsmarkt. Vorgesehen ist, bei der ersten Kurve an der unteren Einfahrt zum Einkaufsmarkt die Fahrbahn an den Innenrändern so zu verbreitern, dass hier künftig auch Lkw problemlos um die Kurve kommen, ohne auf die andere Fahrbahn auszuweichen. Das erhöht die Verkehrssicherheit in diesem Bereich. Auch die unübersichtliche Einmündungssituation an der zweiten 90-Grad-Kurve, der Einmündung zum Neidbergweg, wird entschärft. Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt belaufen sich auf etwa 520 000 Euro.

Vom Burggässchen bis zum Goetheweg schließt sich der zweite Bauabschnitt an. Dieser ist gekennzeichnet von dem unübersichtlichen Kreuzungsbereich Gartenstraße/Götzingerstraße/Neustädter Straße. Neben den umfangreichen verkehrstechnischen Planungen soll es auch eine neue Lösung für den Kreuzungsbereich an der Gärtnerei geben. Nach ersten Planungen ist angedacht, den jetzt eher großzügig gehaltenen Bereich vor der Gärtnerei zu verkleinern und in die Fahrbahngestaltung mit einzubeziehen. Vorgesehen ist, die Fahrbahn der Gartenstraße in den Einmündungsbereich der Götzingerstraße zu verschieben und dort eine neue Stützmauer zu bauen. Die Neustädter Straße wird ebenfalls verschoben. Gleichzeitig soll hier das Gefälle reduziert werden, um den Kraftfahrern das Anfahren zu erleichtern. Außerdem soll in diesem Bereich ein Gehweg entstehen, damit auch die Fußgänger sicher die Kreuzung passieren können. Im Zuge der Bauarbeiten wird die Gartenstraße in diesem Bereich auf beiden Seiten einen Gehweg erhalten. Bislang gibt es diesen nur auf einem kleinen Abschnitt bis zum Goetheweg. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich nach ersten Schätzungen etwa auf 675 000 Euro.

Spitzkurve wird umgebaut

Der dritte Abschnitt umfasst die Umgestaltung des Bereiches vom Goetheweg bis zur Einmündung der Staatsstraße. Dieser Bauabschnitt wird ein Gemeinschaftsvorhaben mit dem Land Sachsen sein und bedürfe noch entsprechender Vorabstimmungen und Vereinbarungen, heißt es aus dem Bauamt der Stadtverwaltung. Auch hier gibt es bereits Gedanken zum Umbau. Neu ist, dass in diesem Bereich der Gartenstraße ebenfalls ein Gehweg angelegt wird, allerdings nur auf einer Seite.

Zentrales Thema ist hier die Spitzkurve. Diese soll so umgebaut werden, dass zum Beispiel die Stadt- und Linienbusse künftig aus Richtung Kreisverkehr um die Kurve kommen und nicht erst an der Schandauer Straße umlenken müssen, um den Bahnhof anzufahren. Die Zeitersparnis könnte es ermöglichen, dass die Oberelbische Verkehrsgesellschaft Pirna-Sebnitz nach dem Umbau mit noch mehr Linien den Bahnhof anfahren kann.

Außerdem können Sattelzüge in die Gartenstraße einbiegen. Vorgesehen ist, die spitzwinklige Einmündung zu verschieben, sodass die Einfahrt in die Gartenstraße künftig rechtwinklig erfolgen kann. Außerdem wird eine Linksabbiegerspur angeordnet. Die Baukosten belaufen sich hier auf etwa 865 000 Euro, wobei der Freistaat die Finanzierung für den Kreuzungsumbau anteilig übernehmen muss.