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Löbau

Gasbrand nahe der Sommerrodelbahn

Feuerwehreinsatz am Spitzberg: Kameraden aus Großschönau, Neugersdorf und Großhennersdorf eilen den Oderwitzern am Dienstagabend zur Hilfe.

Auf der Enso-Baustelle an der Sommerrodelbahn sind am Dienstagabend die Kameraden im Einsatz.
Auf der Enso-Baustelle an der Sommerrodelbahn sind am Dienstagabend die Kameraden im Einsatz. © Rafael Sampedro/www.foto-sampedro.de

Kurz nach 18 Uhr brausen die Feuerwehrautos mit Blaulicht zur Spitzbergstraße. Hier, unweit der Oberoderwitzer Sommerrodelbahn, hat der Energie- und Gasversorger Enso derzeit eine Baustelle - die Gasleitungen werden erneuert. Aus einer der Leitungen ist Gas ausgetreten und hat sich entzündet, die Flammen drohen auf einen Bagger und ein nahe gelegenes Wäldchen überzugreifen.

Ein solches Szenario kommt selten vor, bestätigt der Oderwitzer Wehrleiter Alexander Pollier. Und genau deshalb hat er gemeinsam mit der Enso eine Übung für seine Kameraden ersonnen, die am Dienstagabend ziemlich viel Aufsehen im Ort erregt. Nicht nur die Oderwitzer Kameraden sind dabei gefordert: "Auch die Wehren aus Großschönau und Neugersdorf mit ihren Tanklöschfahrzeugen, die 4.000 Liter Wasser fassen, und die Großhennersdorfer Wehr mit ihrem 2.500-Liter-Tank werden angefordert", betont Pollier.

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Dabei wird der Gasbrand auf keinen Fall mit Wasser gelöscht. "Das Wasser wird gebraucht, um einen in der Nähe stehenden Bagger und ein kleines Wäldchen zu kühlen, damit die Flammen nicht übergreifen ", sagt der Oderwitzer Gemeindewehrleiter und präzisiert: "Vor Ort aber gibt es keinen Hydranten und keinen Löschteich, es muss alles im Pendelverkehr antransportiert werden."

Eine weitere Herausforderung für die Wehr ist die Lösung des Gas-Problems: "Gelöscht" wird der Brand, indem man ihm den Nährboden entzieht - die Enso muss den Gas-Zufluss unterbrechen und das muss die Feuerwehr so schnell wie möglich in die Wege leiten. Somit wird neben der raschen Reaktion auf dieses ungewöhnliche Lagebild gleichzeitig der Wassertransport und auch die Kommunikation mit dem Versorgungsunternehmen geübt. 

Im Ernstfall sollte dies in der Tat alles klappen, denn bei einer solchen Mittelgasleitung liegt mit 16 Bar ziemlich hoher Druck an und Gasflammen brennen sehr heiß - ein solcher Brand birgt ein hohes Risiko. Das ist auch der Grund, warum zu Übungszwecken "nur" eine Gasflasche an einem Masten befestigt wurde und gewissermaßen symbolisch Flammen wirft. Ein echter Brand wäre zu gefährlich und sehr laut, weiß Alexander Pollier aus Erfahrung.

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